« zurück

Nothilfeübung mit Samariterverein - Wädenswil ZH

Donnerstag, 29. Juni 2017

Meistens bleibt eine Schwellung und der Stich juckt für einige Tage. Ganz anders sieht dies bei Menschen aus, welche allergisch auf Bienenstiche reagieren. Allergien zeigen sich in einer Ausschüttung von Histamin, einem Botenstoff des Körpers. Dieser führt dazu, dass die Blutgefässe sich öffnen, verursacht den Juckreiz sowie eine erste Schwellung. Wenn sich diese Reaktion nicht nur auf den Einstichbereich fokussiert, sondern im ganzen Körper gleichzeitig passiert, spricht man von einem anaphylaktischen Schock.
 
Um genau dieses Thema drehte sich die Übung des Samaritervereins Wädenswil sowie der SLRG Wädenswil und Richterswil am 19. Juni 2017 im Strandbad Rietliau. Trotz des windigen Wetters erschienen viele Interessierte Rettungsschwimmer und Samariter. Ein Notfall auf dem Floss diente als roter Faden durch den Abend. In drei Posten wurden anschliessend die verschiedenen Schritte der Nothilfe bei einem anaphylaktischen Schock durchgespielt, besprochen und gezeigt.
 
Ein Hilferuf vom Floss lockte die Teilnehmer ans Ufer, von wo sie sehen, wie eine Person auf dem Floss zusammenbricht. Ein Schwimmer benachrichtigt den Bademeister, der im Weidling mit einem Samariter zum Verletzten gelangt und diesen dort betreuen. Da der Verletzte bewusstlos ist, würde im Ernstfall die Betreuung fortgesetzt bis der Seerettungsdienst ihn sicher an Land bringt und dem Rettungsdienst übergibt. Da es zum Glück nur ein Übungsbeispiel war, wurde die Demonstation nach einiger Betreuungszeit abgebrochen und Teilnehmer in Gruppen zur Postenarbeit aufgeteilt.
 
Begonnen hat es mit dem Vorspielen. Ein harmlos aussehender roter Punkt wurde plötzlich zu einem Problem, welches nicht nur den Patienten in Ohnmacht fallen liess, sondern auch die Helfer zum Rennen brachte. In diesem Fall war eine Alarmierung des Sanitätsdienstes unerlässlich. Wie ein solcher ablaufen kann, wurde im nächsten Posten gezeigt.
 
Einen Notruf absetzen ist nicht etwas, was trainiert oder wirklich geübt werden kann. Hofft man doch, nie einen Notruf absetzen zu müssen. Dass der Anruf aber nicht zu fürchten ist, wurde uns von Mitarbeitern der Einsatzleitzentrale von Schutz und Rettung des Kantons Zürich erklärt. Denn laut ihnen, muss man lediglich ihre Fragen beantworten. Bei einem Notfall wird eine Ambulanz zum Einsatzort geschickt. Und wie so eine Ambulanz im Inneren aussieht wurde im letzten Posten angeschaut.
 
Eine Ambulanz muss alles beinhalten, was ein Rettungssanitäter benötigen könnte, um im Notfall zu helfen, es muss jedoch auch genug Platz haben, um einen Patienten zu transportierten. Daher ist alles genau angeschrieben und hat seinen eigenen spezifischen Platz, damit im Notfall auch alles griffbereit ist. Ebenfalls wurde uns erklärt, welche Medikamente und Massnahmen in unserem Fall ergriffen worden wären. Eine Therapie des anaphylaktischen Schockes ist die Gabe von Adrenalin mit einem Automatischen Pen oder aber mit Nadel und Spritze. Um das Histamin zu binden, kann auch eine intravenöse Gabe eines Antiallergikums gegeben werden. Die Patientin / der Patient würde aber auf jeden Fall zur Überwachung in das Krankenhaus gefahren werden.
 
Nach Beendigung der Übung wurde trotz kühlen Temperaturen der Grill in Gang gebracht und es gab Wurst, Brot und Kuchen für alle Teilnehmenden. Damit lässt sich ein Sommerabend wunderbar ausklingen.

Von Laura Merseburger
Icon
SLRG Wädenswil 2017-09-25 | Martina Camenzind |
Webdesign & CMS by onelook