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DLRG Cup - Rostock-Warnemünde GER

Donnerstag bis Samstag, 19. bis 21. Juli 2018

Die fünf Wädenswiler der Schweizerischen Nationalmannschaft durften sich über zwei Bronzemedaillen freuen! Bei traumhaftem Wetter und besten Wettkampfbedingungen ging der Internationale DLRG Cup im Rettungsschwimmen am Donnerstag in Warnemünde in seine 22. Auflage.

Donnerstag, 19. Juli 2018

Den Auftakt machten die Strandsprints, bei denen das Laufen durch den Sand den Sportlern vor allem Schnelligkeit und Kraft abverlangt. Rund 260 Sportler aus Belgien, Dänemark, Deutschland, den Niederlanden, Schweden und der Schweiz sowie insgesamt 42 Auswahlmannschaften aus den DLRG-Ortsvereinen sorgen am Strandabschnitt unterhalb von Teepott und Leuchtturm für eine tolle Wettkampfatmosphäre. Mit dabei waren auch die fünf Wädenswiler der SLRG Wädenswil aus dem Schweizerischen Nationalkader Björn Manser, Cyril Senften, Daniela Reichmuth, Martina Camenzind und Sandro Wanger.

Die ersten Entscheidungen fielen am frühen Nachmittag. Bei den Männern hatte Cyril Senften die schnellsten Beine der Schweizer und belegte damit den 9. Schlussrang. Im Anschluss an die Einzelsprints ging es nahtlos mit den Staffeln weiter. Hier konnte sich das Frauenquartett mit Daniela Reichmuth und Martina Camenzind mit einer gehörigen Portion Glück für die A-Finalplätze qualifizieren, wo sie ihren 3. Rang aus dem Vorjahr verteidigen konnten. Die Männer hatten mit einem extrem stark besetzten Teilnehmerfeld zu kämpfen und konnten sich für den B-Final qualifizieren, welchen sie souverän gewannen und somit den 9. Schlussrang ersprinteten.

Nach den Läufen am Strand ging es für viele Athleten noch zum Surf Race (Rennen und 400 Meter schwimmen) ins Wasser. Hier konnten sich Björn Manser und Sandro Wanger für den Final am kommenden Tag qualifizieren.

Freitag, 20. Juli 2018

Zum Auftakt des zweiten Wettkampftages ging die zweite Bronzenmedaille noch vor der offiziellen Eröffnung an die Schweizerische Nationalmannschaft. Im Brandungsschwimmen (Surf Race) hatte der an den letztjährigen Europameisterschaften fünfplatzierte Sandro Wanger ein Rennen der Spitzenklasse gezeigt! Auch Björn Manser, welcher das erste Mal an einem Freigewässerwettkampf im Meer teilnahm, belegte den grandiosen 13. Schlussrang. Im anschliessenden Kurzsprint Beach Flags schnappte sich Daniela Reichmuth lange die Stäbe (Flags) und schied auf dem 10. Schlussrang aus dem Rennen aus.

Als nächstes standen wieder Freigewässerdisziplinen auf dem Plan. Die Damen belegten bei der Rettungsbrettstaffel (Board Rescue) mit Martina Camenzind den 11. Schlussrang. Auch die Herren hatten bei der Startplatzzuweisung denkbar wenig Glück und belegten den 5. Schlussrang.

Beim Rettungskajak-Rennen (Surf Ski Race) fand sich Cyril Senften auf dem 12. Schlussrang wieder.

Zum Abschluss des Wettkampftages gab es noch eine Premiere: zum ersten Mal stand die gemischte Rettungsstaffel (Ocean Lifesaver Relay mixed) im Aufgebot des Wettkampfprogramms. Diese entspricht dem Rettungstriathlon Ocean(wo)man, allerdings starten hier je zwei Frauen und zwei Männer gemischt. Die Zuteilung der Teildisziplinen entscheidet das Los. So mussten die Frauen zum Brandungsschwimmen und mit Daniela Reichmuth aufs Rettungsbrett, die Männer mit Cyril Senften ins Rettungskajak und in den Zieleinlauf. Erst zum dritten Mal war diese Variante der Staffel in Europa zu bestaunen. Team Schweiz schaffte es als achtes zur Zielflagge.

DLRG Präsident Achim Haag hatte am Mittag den 22. Internationalen DLRG Cup offiziell eröffnet. Auch der Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier, begrüsste die rund 600 angereisten Athleten und Gäste: „Bei Wettbewerben wie dem DLRG Cup bekommen Bürgerinnen, Bürger und Gäste einen tollen Einblick in das breite Aufgabenfeld der Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer“. Der Präsident der Bürgerschaft der Hansestadt Rostock, Dr. Wolfgang Nitzsche, fügte hinzu: „Seit mittlerweile fast zwei Jahrzehnten ist der Warnemünder Strand das Zuhause dieses Einladungswettkampfes“.

Samstag, 21. Juli 2018

Im Laufe des Vormittags zeigten die Herren mit Björn Manser, Cyril Senften und Sandro Wanger wieder einmal von einer schlechten Startposition aus bei der Gurtretterstaffel das bestmögliche und brachten das sogenannte Opfer als 10. zurück zum Strand, die Frauen mit Martina Camenzind und Daniela Reichmuth schafften es mit dem 16. Schlussrang gerade noch in die Punkte.

Beim Surf Ski Race der Frauen paddelte Daniela Reichmuth auf den 11. Schlussrang. Auf dem Rettungsbrett legte Cyril Senften die 600 Meter auf dem Rettungsbrett als 9. zurück, Sandro Wanger wurde 15ter.

Kurz nach dem Mittag folgte der mit Spannung erwartete Rettungstriathlon Oceanwoman beziehungsweise Oceanman, der in diesem Jahr in der Eliminatorvariante durchgeführt wurde. So wird es auch bei der Weltmeisterschaft im Herbst in Australien sein. Bei dieser deutlich anspruchsvolleren Version erwarten die antretenden 18 Sportler bis zu drei Durchgänge hintereinander. Nach jedem Durchgang scheiden die sechs Langsamsten aus – werden also eliminiert. Zwischen den Läufen haben die Athleten lediglich fünf Minuten Pause. Daniela Reichmuth zeigte ihre technischen Fähigkeiten und belegte den 13. Schlussrang. Bei den Männern präsentierte Sandro Wanger seine ganze Klasse und vollführte als 8. diesen beeindruckenden Kraftakt. Auch Cyril Senften, der als 13. über die Ziellinie kam, durfte sich von den Schweizern feiern lassen.

Zum Abschluss des Tages stand die Staffel des Ocean(wo)man auf dem Programm. Hier mussten die Rettungssportler noch einmal die letzten Kräfte mobilisieren, um möglichst viele Punkte für die Gesamtwertung mitzunehmen. Mit den Herren auf dem 6. und den Damen auf dem 9. Platz belegten beide Teams Top Ten Plätze.

Von Martina Camenzind
Bilder Sascha Walther und Daniel-André Reinelt

 
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SLRG Wädenswil 2018-08-19 | Martina Camenzind |
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