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Trainingslager - Fuerteventura ESP

Donnerstag, 13. April bis Freitag, 21. April 2017


Donnerstag, 13. April 2017 | Oliver Wanger

Am Gründonnerstag trafen sich zehn Rettungsschwimmer und ein Dreikäsehoch am Flughafen Zürich um die Reise ins Trainingslager anzutreten. Der Check in klappte reibungslos und so hatte man noch genügend Zeit, sich verpflegen zu lassen und einen Kaffee zu trinken. Kaiser Hüppin wollte sich natürlich nicht mit dem Pöbel abgeben und verschwand in die Business Lounge um sich einem frisch gekochten Steinpilzrisotto hinzugeben. Auf dem Flug trafen sich alle wieder, man wurde aber gleich wieder getrennt da beim Online Check in was schief gelaufen war. Wenigstens hatte die hinterste Reihe ihre persönliche Stewardess in Form der zauberhaften Caro, welche gleich einen Champagner knallen und ausschenken liess. Die Zeit verging wie im Fluge und nach einem kurzen Nickerchen war man schon auf der kahlen kanarischen Insel Fuerteventura angekommen. Unglaublich aber wahr, jedes Gepäckstück ist angekommen womit sich alle zur Autovermietung des Vertrauens aufmachten. Dort bekamen Mege und Oli ihre schnittigen Seat, während sich Heinz mit einem alten, rostigen Opel begnügen musste. Nach einer kurzen Fahrt durch die Wüste Fuerteventuras kamen alle heil im malerischen Küstendorf Las Playitas an. Die traumhafte Villa Meerblick und der fensterlose Hasenbau wurden bezogen, die Zimmer aufgeteilt und nach einem gemeinsamen Abendessen im grünen Restaurant gingen alle ins Bett in voller Erwartung auf die kommende Woche.
 

Freitag, 14. April 2017 | Marco Camenzind

Am Morgen mussten wir so früh aufstehen, dass wir im Prinzip beim Weckerstellen am Abend schon verschlafen hatten. Das Alles machten wir für unsere Wellenreiter, die wir noch abholen mussten bei unserem allseits bekannten Stefan mit PH. Nachdem die Eltern von Ariano den kleinen Mann endlich wach bekommen hatten, was sogar einen Schichtwechsel der weckenden Elternteile benötigte, ging es völlig gerädert zum Frühstück. Nach einer Spritztour über zwei Pässe kamen wir an einen traumhaften Aussichtspunkt und in der Residenz von Casa di Stephan mit y an. Der auf dem dritten Pass mit 150 neu gepflanzten Olivenbäumen, ein paar strolchenden Hühner und einer Miniaturausführung von einem Hund lebende Alemanne half uns, die Boards aus dem Schiffscontainer zu manövrieren (fragt sich, ob seine Finca mal Meeranstoss hatte ..) und allesamt waren glücklich, einen Hünen wie Marco dabei zu haben, der die Bretter beinahe auf Kniehöhe von der Containerdecke zu den Zwergen reichen konnte. Die Boards aufgeschnallt ging es auf nach Las Playitas, wo Oliver unser erstes Boardtraining im Meer leitete und Ariano das Sandkastentraining für Mege. Beim improvisierten Nahrungsmittel zubereiten (Fleischbällchen, Tomatensauce und Penne), hatten wir Besuch oder besser gesagt unser jüngster Teilnehmer hatte Besuch vom Osterhasen in Form von Daniela und Flavia. Am Nachmittag führen wir nach Puerto del Rosario. Die Fahrt mit Bungalow Berg gestaltete sich etwas Abenteuerlich, da sie beinahe die Bretter fliegen liessen. Nach einigen kleinen Zwischenhalten mit kurzen Kontrollen gelangten wir dann Schlussendlich doch noch an unser Ziel: Playa Blanca. Der nicht mehr ganz so weisse Strand bedeckt mit braungebrannten, nackten Leibern, Müll und irgendwelchen verwirrten Rettungsschwimmer. Playa Blanca heisst er wohl wegen den weissen, betrunkenen Engländern. Auf eine Art Laufschule folgte ein kurzes Beachflagstraing und anschliessend ging es zum Meer. Nach einigen Ins and Outs schwimmend fand noch ein kurzes Paddeltraining statt, leider aber ohne die erhofften grossen Wellen. Eine Spaghetti-Norma-Kreation ala Heinz und Marco gab es im Bungalow Meer zum Abendessen. Gierig langten wir zu, um unsere hungrigen Bäuche zu füllen. Doch was uns vorher als Information verwehrt blieb, machte sich sogleich heisser als ein Vulkanausbruch des Ätna bemerkbar. Heinz hatte ein ganz eigenes Dosiersystem für die Chilliflocken: anstelle der erforderlichen fünf Schoten fanden sich in unseren italienischen Würmer wohl die Schoten von fünf Chilisträuchern. Mit Höllenfeuer in unseren Mündern, Schwerstarbeit verrichtenden Schweissdrüsen und Wasserfällen aus unseren Augen genossen wir das dennoch sehr deliziöse Abendmahl. Für die etwas sanftmütigeren Würzer im Miniformat gab es Joghurt, Mango und Brot. Wir hoffen, dass es sich bei der Floskel "Chili brennt zweimal" nur um ein Gerücht handelt und sonst ist der löschende Ozean ja nicht weit entfernt.
 

Samstag, 15. April 2017 | Daniela Marty, Flavia und Cyril Senften, Laura Buchmann

Mit anständigem Muskelkater vom Vortag quälten wir uns schon um 7 Uhr aus den Bett. Nach einem ausgiebigen Frühstück begann der Tag mit einem Spaziergang zum Pool. Hier lösten wir auch in den noch unversehrten Muskeln eine gewaltige Müdigkeit aus: fast 5km legten wir zurück. Danach durften wir unseren müden Muskeln ein wohltuendes Dehntraining gönnen. Anschliessend gab man sich einem wundervoll zubereiteten Mittagessen, sowie einige einem Nickerchen hin. Danach luden wir die Boards auf die Autos (inklusive Jimmy, Loredana und Anouk aber leider ohne Odette) und nach ausgiebiger Anmache begaben wir uns, logischer Weise inklusive unseres Liedes „YA SALAM“, nach La Pared. Hier erwartete uns ein steiniger und sandiger Abstieg zum Strand sowie die Enttäuschung/Erleichterung von nur seltenen 1m Wellen. Je nach Belieben wählte man zwischen Bodysurfing, Boardsurfing oder Strandplausch. Nach einigen Sandbädern „eimal Schnitzel paniert mit allem“ sowie Surf-Erfolgen begab man sich ausgelaugt, müde und voller Sand den Berg hinauf zurück zur Silbern Gang (Seat Leon, Seat Ibiza und Opel-Trottel-Heinz). Wir luden, montieren und schon schossen wir davon, in die lang ersehnte Dusche im Playitas (p.s. Angst vor kalter Dusche im Hasenbau). Die Jungs aus dem Hasenbau halfen Stephan mit „ph“ die Skis für morgen auf den Trailer zu binden. Wir Frauen des Hasenbaus gönnten uns einen genussvollen Apéro-Cocktail. Die Hasenbaucrew vereint verspeiste ein leckeres, interessant hergerichtetes Abendessen. Villa Meerblick genoss währenddessen hoffentlich einen ebenso schönen Abend.
 

Sonntag, 16. April 2017 | Martina Camenzind

Der frühe Vogel fängt den Wurm. Mit diesem Spruch motivierten sich vier übermütige Dampfwalzen und eine Boxerin zum Frühsport. Um 07:00 Uhr (zum Glück Ortszeit) trafen sich die fünf schlafwandelnden Vogelscheuchen vor dem Bungalow Bergblick in Joggingmontur. Danach ging es auf in die staubigen und sandigen Hügel in Richtung Leuchtturm. Steinwüsten, kahle Berghänge, aber auch sanft geschwungene Hügelketten prägten die Joggingroute. Man muss diesen einsamen, kargen Landstrich auf sich wirken lassen, um die einmalige Schönheit für sich aufzuschliessen. Aber da war nirgends ein Wurm! Dafür mussten sie bestürzt feststellen, dass Ostern dieses Jahr ausfällt, da der Osterhase mit aufgerissenen Augen überfahren auf der rauen Teerstrasse lag. Das lateinamerikanische Landgut Hazienda muss wohl ein völlig falsch angewendeter Begriff sein: Hasi-end-da. Da 45 Minuten laufen geplant waren, wurde nach 22.5 Minuten rechtsumkehrt gemacht. Keuchend bewegten sich die Läufer innerhalb von 12.5 Minuten an Hasiendda vorbei und anschliessend über einen Trampelpfad zurück zu den Apartments. Nach einem herzhaften Frühstück im Bungalow Meerblick mit den übrigen drei Langschläfern machten sich die Rettungsschwimmer auf den Weg an den Strand von Gran Tarajal. Stephan mit Doppel-b brachte die Surfskis mit seinem Trailer direkt an den Strand. Bei diesem schwarzsandigem Küstenstreifen handelt es sich wohl um den Entsorgungsort der Mafia von Fuerteventura, wovon die Uzzy im Sand zeugte. In zwei Gruppen stürzte sich die Cosa Nostra und die Frauen in die gigantisch grossen Ententeichwellen, die eine Gruppe mit den Surfskis und die anderen mit den Rescueboards. Nach einer Stunde wurden die Rettungsgeräte gewechselt. Der unzerstörbare Unterboss Cyrillo war nach dem Training noch immer voll in Paddelstimmung und so surfte die grössten Babywellen, die dieser Ententeich nicht mal mit Schaumkrönchen hervor brachte! Während dieser Zeit wütete Arizilla im Sandburgdorf und zerstörte jeden Wolkenkratzer, der von seiner Nanny Mege gebaut wurde. Nun folgt sein Bericht aus dem Sandkasten: ?,?!&". GNU"  lmgbbbn bvfvfvbzzzztjjttddsyccbn, m. 'b nhnnnnnnnnnnjnnnn zu, kkkmmmPM. Vvbbggmngg. Der Nachhauseweg verlief ereignislos, was der professionelle Kutschenfahrer Marco bei der Ankunft aber gekonnt änderte, als er beim korrigieren vom geparkten Seat beinahe ein anderer Luxusschlitten rammte. Zu Mittag gab es im Bungalow Meerblick Pasta mit selbstgefischtem Thunfisch. Danach folgte eine ewiglange Siesta, die sogar die stärksten Männer umhaute: das Filmmonster Ariano, der Opelliebhaber Heinz und der Schumacher Marco fielen in einen komatösen Schlaf. Am späten Nachmittag fand das Training erneut am Mafiastrand statt. Zuerst wurde das Beach-Flags-Training auf den Schluss verschoben, da der Sand für die empfindlichen Schweizer Füsschen zu heiss war. Also setzte der capo dei capi Oliver eine weisse Boje von Stephan mit tz in 200 m Entfernung, wie er uns glaubend machen wollte. Es waren wohl eher 2000 m, zumindest fühlte es sich so an. Als Martina die Kanalisationsleitung unter Wasser erblickte, wurde ihr auch gleich klar, wieso: diese musste wohl direkt unter der Boje enden und die vielen Fischreste darin die Haie anlocken. Mit deren Hilfe wollte der capo die capi die Pfützenpiraten dazu animieren, schneller zu schwimmen. Unter Androhung von Betonschuhen  jagte uns der Oberboss viermal zu der Boje hinaus und wieder zurück. Anschliessend folgte ein kurzes Doppelboard-Training und zum krönenden Abschluss gab er uns den Rest mit einem intensiven Beachsprint- und Beach-Flags-Training.
 

Montag, 17. April 2017 | Daniela Marty, Flavia und Cyril Senften, Laura Buchmann

Tagwache 7:00 Uhr im Hasenbau. Nach einigen Anläufen klappte auch das Aufstehen (bis auf Daniela, diese hatte „keinen Bock“, nur das hervorragend zubereitete Rührei erweckte ihren Lebensgeist). Nach erfolgreich beendigtem Frühstück ebenso wie den Creme-Partys hiess es auf an den Strand (leider wieder ohne Odette). Aufgewärmt stürzten wir uns in die nicht vorhanden Wellen und trainierten die noch nicht ausgereifte Ausdauer. Nach einer Stunde fanden wir uns mit brennenden Armen und Beinen am Strand wieder. Um unsere Sprintfähigkeit nicht ganz zu vernachlässigen, kämpften wir uns noch durch einige Starts und anschliessenden Sprints. Unsere Beine trugen uns in Windeseile über messerscharfe Steine, sobald wir diese überwunden hatten, erledigten unsere Arme noch den Rest. Damit nicht genug der Hindernisse: tsunamiartige Wellen ausgelöst durch die Teams: Anouk-Marco und Loredana-Oliver sowie Jimmy-Cyril vermühsamten uns den Weg zum Horizont. Abgekämpft aber glücklich genossen wir eine Regendusche. Völlig entkräftet krochen wir in der brütenden Hitze in den Hasenbau. Laura: Während die egoistischen, egozentrierten und verschwenderischen Beteiligten des Hasenbaus NEUEN Reis kochten um mit dem Curry-Poulet zu essen, war ich so sparsam und genoss den Reissalat von gestern dazu. Der Rest: Hier erwartete uns ein stinkender, öliger Reissalat vom Vorabend. Diesen stellten wir Laura zum Essen vor, weil diese ihn partout nicht wegwerfen wollte, obwohl wir schweizerisch demokratisch abgestimmt haben ihn fortzuwerfen und kochten uns frischen, hervorragenden Reis, welchen wir mit dem Curry-Poulet genossen. Daniela war so gütig und gab dem Reissalat noch eine Chance, bereute dies jedoch bitter. Nach ausgiebiger Mittagspause voller Erholung und zweiter, dieses Mal sehr intensiver Creme-Party wagten wir uns wieder in brütender Hitze zum Olympia-Pool. Nach kurzem Einwärmen mit Cyrillas Mimosen Attacke aufgrund „heissem“ Boden schafften wir es in den Pool: einige verschwitzt, andere lecker-schmecky geduscht. Ein intensives Training gefolgt von Filmaufnahmen von Schwimmstil, Rollwende und Start vom Böckli bescherte uns die nötige Bräune für einen Badgewand-Abdruck (und bei Daniela auch Schwimmbrülleli). Ein 15 Minuten langes Dehntraining genossen alle, zugegeben bei Schlangenfrau Laura klappte dies einmal mehr nicht so wie gewünscht L. Frisch geduscht gaben wir uns einem Schweissbad (bzw. Flavia einem Orangenbad) in der Cocktail-Beach-(Bitch)-Bar hin. Wir genossen unsere kühle Drinks und Ariano seinem Kinderdrink und schlurften anschliessend zurück in die Meerblick-Villa oder den Hasenbau. Nach ein bisschen Trötzli-Verzögerung schafften es auch Martina, Daniela und Ariano noch. Wir genossen den wunderbar zubereiteten Pizza-Plausch und kitzelten unsere kreativen Adern mit diesem Bericht, während Cyrill simultan seine Zehenübungen ausführte.
 

Dienstag, 18. April 2017 | Marco Hüppin

Was für eine tropische Nacht! Spätestens nach dieser Nacht, muss sich Appartement Meerblick eingestehen, dass der Vorteil „mehr als ein Fenster zu haben“ nicht mehr punktete. Selten war es so schwierig die REM Phase 3 (stärkste Rettungsschwimmer Meditationsphase) zu erreichen, wie in dieser. Obwohl wir nicht in Polen waren, fühlte es sich an wie ein „Ausschwitz“ - sprich während des Tages zu schwitzen war wohl nicht genug. Das Wachliegen wurde aber durch eine wichtige Gewissheit beruhigt, denn schon bald war Dienstag und ein freier Nachmittag lächelte uns entgegen. Der Morgen war gnädig. Das Programm noch gnädiger. Erstens hatten wir erst um 9:00 Uhr abgemacht und zweitens direkt beim Meer, welches höchstens 12 bis 14 Anouks entfernt war. Fürs Protokoll: Anouk war das Trance Board, welches für übergewichtige Krieger und/oder zu breit geratene Orks gebaut wurde. Bei uns hat es aber hauptsächlich Marco „der zu gross Geratene“ verwendet. Am Meer angekommen hat Stephan (mit scharf) Döner, ähm sein praktisches Schlauch-Boot bereitgestellt um uns alle auf eine Fahrt mitzunehmen. Ziel der Übung war nicht eine Platzangstherapie abzuhalten, sondern eher weit ins Meer hinaus zu Kuttern. Stephan (mit bh) setzte uns dann in zwei Gruppen aufgeteilt, jeweils bei 2- und bei 3 Kilometer im Meer aus, damit wir fleissig wieder zum Ausgangspunkt zurückschwimmen konnten. Was wir natürlich auch taten. Das Meer war A****glatt und somit war es ein purer Schwimmgenuss. Cyriler Moutard, Oli. P, Martina Hingis, Mege Schäge, Heinz Ketchup, wie auch Marco Hippie haben sich die 3 Kilometer gegönnt, während dem Fla Via, Daniela Langstrumpf und Laura Biagiotti sich mit 2 Kilometer zufrieden gaben. Am Nachmittag war es dann soweit – ohne Badehose machten wir uns auf dem Weg die Insel zu erkunden. Abgesehen von den beiden hyperaktiven Oli P. und Cyriler, welche zusammen mit einem Local eine 11 km Skiaussfahrt machten, haben sich alle, und dass zurecht, einen freien Nachmittag gegönnt. Der Ausflug sah in etwa so aus: Erster Anlaufstelle war der Aussichtsplatz in der Nähe von Beneficio. Der Ausblick war nicht ohne, doch viel wichtiger war die Fahrt dorthin. Heinz mühte sich mit dem Opel Astra „Turbe“ ab den Seat Ibiza (Captain war hier Marco the Flash) zu jagen, was ihm aber nicht wirklich gelang. Am Können hat dies sicher nicht gelegen, um dies zu unterstreichen hat Heinz bereits jetzt entschieden nächstes Jahr seinen Audi einzuschiffen - ganz nach dem Motto „einfach mal die PS sprechen lassen“. Doch mit dem Ausblickpunkt war das Sightseeing Programm noch nicht zu Ende – es ging direkt weiter nach Ajuy, zu einer Stadt welche nicht nur für seine wunderschönen Höhlen bekannt ist, sondern man soll dort auch den schwärzesten Strand der ganzen Insel finden. Nun ja, abgesehen davon, dass „schwarz“ als Adjektiv nicht wirklich „steigerbar“ ist, war der Strand dessen Steigerung nicht wirklich würdig gewesen. Manche Stimmen munkelten, dass sogar unser Hausstrand in Las Playitas „schwärzer“ war, aber ja. Die Höhlen waren dagegen eine saubere Sache, welche uns fasziniert haben. Fasziniert hat uns auch der Uringeruch, welcher unsere Nasenflügel aus der Reserve lockte, sobald man ins Innere der Höhle gelang. Die Dunkelheit war somit nicht der einzige Grund, warum dort nur wenige Fotos geschossen wurden. Nach einer leckeren Glaceabklühlung ging unsere Reise zurück nach Gran Tarajal, wo hauptsächlich die weiblichen Teilnehmer noch ein wenig Shopping betreiben wollten. Als diese dann vor Ort bemerkten, dass dessen Koffer wohl nicht über die verlangten zusätzlichen Shopping-Kapazitäten versprach, wurde diese Idee auch schnell wieder verworfen. Der leicht aufkommende Frust konnte dann nur mit einer Waffe bekämpft werden, und diese hiess Beach Bar! 8 Pina Coladas und 32 l Sangria (von welchen Heinz 29 selber trank) später machten wir uns von unserer Stammbeiz auf, um unser Stammlokal zu besuchen. Kurz vor dem Restaurant haben wir Oli P. und Cyriler wieder angetroffen, diese beiden Maschinen (vom Typus Endlos Ausdauer) hatten einen supersportlichen Nachmittag hinter sich. Hinzu kam, dass der Spanier (mit welchem sie Skifahren waren, und das trotz Schneemangel) noch ein Date mit seiner Jungen hatte (an dieser Stelle wird aus Lesergruppengründen nicht das Wort „Alten“ verwendet), sodass Oli P. und Cyriler überdurchschnittlichen Einsatz zeigen mussten, was Ihnen aber nicht allzu schwer fiel – da Sie immer noch stets einen fitten Eindruck machten. Aber eines war allen klar: wir hatten Hunger! Das Essen war spitze. Besonders erwähnenswert ist Cyrilers jungfräuliche Fischerfahrung. Man hört richtig, obwohl der liebe Herr sich wie ein Fisch bewegt, hat dieser noch nie richtig Fische/Meeresfrüchte gegessen. Marco Hippie konnte dies nur schwer glauben und hat darauf die Hausfischplatte (welche kundenfreundlich als Tapas Variation ausgeschrieben war) bestellt. Seit diesem Tag ist Cyriler nicht nur ein Fisch, sondern er isst ihn auch. Mit vollen Bäuchen und einem Tag voller Erlebnisse, merkten wir dann langsam aber sicher, dass die nächtliche Ruhe bis anhin noch nicht allzu überstrapaziert wurde. Aus diesem Grund legten wir uns kurzer Hand um… ähhmm hin.
 

Dienstag, 19. April 2017 | Daniela Marty, Flavia und Cyril Senften, Laura Buchmann

In aller Herrgotts Frühe weckten uns unserer Wecker im Hasenbau.  Draussen herrschte noch die Dunkelheit der Nacht und drinnen ging es zügig zu und her. Alle suchten ihre sieben Sachen zusammen um nach La Pared surfen zu gehen. Auf der Fahrt dorthin herrschte konstante Nervosität, ob denn Wellen vorhanden sind, weil an allen vorbeiziehenden Stränden absolute Ententeiche vorlagen. Dort angekommen schnappte man sich Boards und Ausrüstung und wanderte damit zum Strand hinunter. Hier grosse Freude: Wellen. Nach kurzer Instruktion von Oliver, ging der Badespass los. Nach einigen Versuchen und Fehlversuchen durfte ein anderer sein Glück in der Wellenpracht versuchen. In den Pausen war Sändeli-Plausch mit Ariano angesagt. Jene, welche vom Boarden ausgelaugt waren, kämpften noch ein wenig mit den Wellen beim Bodysurfen. Nachdem wir die Bretter wieder „hochgeschleikt“ haben, ging es mit Bärenhunger zuerst noch Einkaufen für den bevorstehenden Abend und dann ab in den Hasenbau. Hier genossen die mit Salzwasser durchgespülten Häschen eine Leckere Spaghetti-Carbonara. Nicht zu vergessen: in der Zwischenzeit wurden noch feine Muffins für den Abend gebacken. Gestärkt vom Mittag und der kleinen Pause ging es schon wieder auf zum Pool: Wieder die Muskeln aufwärmen, ein paar Kilometer schwimmen, ein wenig Line Throw und dann Ausdehnen. Danach noch der Abschlussspass: Wasserrutsche mit Ariano. Frisch geduscht genossen wir in der Hitze des Nachmittags einen Cocktail und machten uns dann auf, die Oreo-Brownies für den Abend noch zu backen. Da diese jedoch ein wenig klein ausfielen, kam es noch zu einem Sprint in den Spar für eine Eistorte. Mitsamt Cupcakes, Brownies, Eistorte sowie Getränke und Besteck ging es nun los zum nächsten Abenteuer: gemeinsames Nachtessen in der Villa Meerblick. Hier genossen wir einen gemütlichen Fajita-Plausch insgesamt „Cisi“ verjagen und knuddeln und liessen den Abend mit allen Leckereien vom Hasenbau sowie Schwimmvideos ausklingen.
 

Donnerstag, 20. April 2017 | Brigitte und Heinz Wanger

Wieder ist um 6:00 Uhr Tagwache. Es gibt Bewohner im Appartement Meerblick, die sich nach der Arbeit in der Schweiz sehnen, weil sie dann endlich wieder länger schlafen können. Immer wieder grüsst das Murmeltier: das heisst Kaffee machen, Packen fürs Meer, Sonnencreme einschmieren, Boards laden und nach La Paret fahren. Gibt es heute schönere Wellen/Brandung? Heute ist es eher kühl und windig. Die Brandung vorhanden aber mit Züriseewellen versetzt durch den starken Wind. Also ab ins Meer, einige hatten Spass…andere weniger. Auf dem Rückweg ins Appartement haben wir noch den Leuchtturm besucht. Dann wurde gekocht, geschlemmt und Siesta gemacht, leider nicht so lange, da um 14:30 Uhr unsere Surfski‘s von Stephan gebracht wurden. Für Marco hiess es heute zurück in die Schweiz, er konnte gleich mit Stephan zum Flughafen mitfahren… Tschüss! Jetzt wird ein letztes Mal Surfski von Las Palyitas zum Strand von Cale de las Playas gefahren. Sogar ein Doppelski konnten wir fahren. Und mit Ariano wird im Sand gepudelt. Vor unserem letzten Nachtessen im Restaurante la Rampa besuchten wir die Strandbar.
 

Freitag, 21. April 2017 | Oliver Wanger

Während die Hasenfamilie ihren Hasenbau fegte wälzten sich die Bewohner der Villa Meerblick gerade erst aus ihren Betten. Oliver und Heinz machten sich noch ein letztes Mal zu Stephan auf, um ihm noch das letzte Material zu bringen und danach über Olivenbäume und Hühner zu fachsimpeln. Dann hiess es leider schon Abschied nehmen von der Sonne und die silberne Gang fuhr mit ihren Schlitten zum Flughafen. Ein letztes Mal getankt und die Autos wurden ohne Probleme, bei Heinz aber mit etwas Abschiedstränen, abgegeben. Traditionsgemäss gab es auch dieses Jahr keinen Direktflug, um in Madrid eine gesunde Zwischenverpflegung zu geniessen. Auch beim Rückflug wollte sich kein Gepäckstück mehr als nötig in Madrid aufhalten und so wurden alle überglücklich von ihren Familienmitgliedern in die Arme geschlossen. Für alle war es ein regelrechter Temperaturschock bei Schnee im April. Dieser war so gross dass sich der Trainer am nächsten Morgen gleich wieder in die Sonne von Mallorca verabschiedete.
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                                                                SLRG Wädenswil 2019-10-18 Martina Camenzind
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