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Wadin Rescue - Wädenswil ZH

Freitag, 24. Januar 2020

Ziel dieses Programms liegt darin, das Herangehen an Notfallsituationen zu schulen und sichern. Das Programm besteht aus einer Einführung, einer Art Rezept für jeden Notfall. Anschliessend folgen Vertiefungen zu jeweils einem Teilgebiet.


Diesen Freitag durfte ich meine mittlerweile kugelrunde Frau beim Wadin Rescue vertreten. Glücklicherweise konnte ich mir den letzten Teilnahmeplatz ergattern, da der Kurs mit drei Teilnehmern vollkommen überbucht war.

An diesem Abend hatten wir vorgängig keine Informationen von Laura Buchmann, was uns erwarten würde. Auch die Einleitung des Abends war sehr informativ: «Ich brauche ein Opfer!». Da wir mittlerweile vom Wadin Rescue so weit gedrillt wurden, meldeten sich anstelle von niemandem alle. Laura hatte also die freie Wahl und wählte mit Heinz Wanger das Fliegengewicht in dieser Runde. Wir beiden anderen hatten also den Auftrag, uns um das Opfer zu kümmern. Unser Opfer das hatte das Talent, sich am unmöglichsten Ort eine Rückenverletzung zuzuziehen. Umso mehr Hoffnungen machten wir uns, als Heinz unter dem Start der Rutschbahn lag und die spielenden Kinder diese oben zu stauen versuchten. Vielleicht spült es ihn ja hervor? Leider wurden wir enttäuscht und mussten wieder auf die altherkömmliche, schweisstreibende Variante zurückgreifen, welche zusätzlicherweise noch mit einem  Rätsel verknüpft war: wie Berge ich einen Rückenpatienten, der an der Wand sitzt mit zwei Helfern? Leider war es ein Ding der Unmöglichkeit, da man mindestens zu Dritt sein muss.

Die Verletzungen der Wirbelsäule entstehen meist durch Unfälle mit starker Gewalteinwirkung (Druck, Scherkraft oder übermässige Rotation der Wirbelsäule). Die Patienten präsentieren sich mit starken Schmerzen der betroffenen Areale und, falls Nerven betroffen sind, entweder mit Ausfall des Schmerzempfindens, der Sensibilität (Gespür) oder der Motorik (Muskelbewegung). Wenn bei einem Patienten die Wahrscheinlichkeit einer grossen Krafteinwirkung besteht, soll als Ersthelfer dementsprechend der Halsschienengriff angewandt werden. Anschliessend soll der Patient aufgefordert werden, sich möglichst ruhig zu verhalten. Der Ersthelfer muss darauf achten, Ja oder Nein-Fragen unbedingt zu meiden und den Patienten nur unter Zug zu bewegen!

Da wir das Rettungsbrett schon einige Male thematisiert hatten und ich so richtig viel Erfahrung damit habe, konnte ich unsere Ärztin des Vertrauens so richtig löchern. Es gab so einige Fragen, die gestellt wurden. Zum Beispiel wie man einen Rettling aufs Brett nimmt, der auf dem Bauch liegt oder wie man den Rettling strategisch richtig ans Brett bindet.

Ich danke Laura für den sehr informativen, lustigen und sehr schweisstreibenden Abend. Ich freue mich jetzt schon auf einen weiteren Abend mit spannenden Situationen im Wadin Rescue!

Text von Marco Camenzind
Bild von Martina Camenzind
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                    SLRG Wädenswil 2020-04-26 Martina Camenzind
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