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Sonett über den Besuch in Heidelberg - Heidelberg GER

Freitag, 06. bis Sonntag, 08. Oktober 2017

Am Samstagmorgen konnten die Wädenswiler die neue DLRG Zentrale studieren und den Alarm ausprobieren;
danach erkundigten die Deutschen und Schweizer Wasserretter mit Smartphone und GPS die Altstadt,
und anschliessend assen sich einige im kuriosen Zuckerladen mit Süssigkeiten teilweise etwas mehr als satt.
Der Kalorienüberschuss wurde am Nachmittag verbrannt beim Schlosstreppensteigen, shoppen und flanieren.
 
Ein langer, lauter und lustiger Abend wurde im Vereinslokal eingeläutet beim sehr ausgiebigen Grillbieren;
Kinder, Kindsköpfe und alle anderen kurligen Gestalten hatten es bis in die frühen Morgenstunden hinein glatt,
und einige lachten sich in Heidelberg bei Muttermilch, Kalinkatanz und abenteuerlicher Heimreise schlapp.
Am Sonntag durften sie in der Ausstellung Körperwelten alles was das Lebensretterherz begehrt inspizieren.
 
Dann hiess es leider schon wieder Abschied nehmen – der Aufenthalt verging viel zu schnell.
In Erinnerung bleibt ein Wochenende voller Spass und Action trotz kühlem Nieselwetter,
alles war super; Organisation, Programm, Unterkunft, Essen, die Atmosphäre ganz generell.
 
Der traditionelle Anlass war ein absolutes Highlight für die fünfzehn Wädenswiler Lebensretter;
zum Glück geht es nicht mehr lange bis uns einige Heidelberger besuchen im Land von Willi Tell.
Warnung an alle, welche die Stadt am Neckar noch nicht kennen: Heidelberg 2019 will be even better!

Geocaching Tour

Willkommen in der längsten Fussgängerzone Deutschlands! So die vollmundige Bezeichnung der Heidelberger Fussgängerzone. Wir Einheimischen nennen sie eher die längste Touristenrennbahn Deutschlands. Wer einmal zur Mittagszeit hier ist, wird verstehen warum. Aber man kann auch anders! Wer nur von A nach B will, ohne den Zwang in die Auslagen internationaler Ketten zu schauen, der kann sich aufmachen und Abseits der Touristenrennbahn seinen Weg suchen.
  1. Startpunkt ist N 49° 24.4495 / E 08° 41.7240 (Seegarten). An der Mauer unterhalb der ehemaligen Manesse-Villa findet Ihr eine Inschrift. Aus welchem Jahr stammt sie?
  2. Sucht von da aus die dritte deutsche Nachkriegszeitung (erstmals herausgegeben am 5. September 1945) (N 49° 24. (Jahreszahl + 4657) E 08° 41. Jahreszahl + 5314) Die Hausnummer ist AB (= 23) Da die Zeitung inzwischen den Hauptsitz in die Seitengasse verlegt hat und auch der Schriftzug inzwischen nicht mehr erkennbar ist. Nun, schön in den Massen mitgeschwommen?
  3. Dann lasst Euch noch etwas weiter treiben bis N 49° 24.626 / E 08° 41.848 und sucht den dritten Herren, der mit Gutenberg und Fust im Bunde herabblickt. Die Anzahl der Buchstaben seines Namens ist C.
  4. Weiter geht es zu: N 49° 24.652 E 08° 41.852. Aber Heidelberg hatte nicht immer nur eine Zeitung. Hier residierte die andere (bis 31. Dezember 1982 erschienen). Wann aber wurde die Stätte der schwarzen Kunst im gleichen Hause gegründet? Die letzte Ziffer ist D. Und nun wird vielleicht auch der Zusammenhang mit dem vorherigen Dreigestirn erahnbar. Doch habt Ihr die einkehrende Ruhe bemerkt?
  5. Bei N 49°24.705 E 8°41.843 bitte nach rechts abbiegen. Und nach ein paar Metern...: nun ist man ja gewohnt, dass Fenster waagrecht nebeneinander angeordnet sind, die Heidelberger sind da manchmal etwas "schräg" drauf. Wie viele Fenster sind es? Anzahl minus (2 mal D) = E.
  6. Hier N 49° 24.696 E 08° 41.942 sticht ein Haus im wahrsten Sinne des Wortes aus den anderen heraus. Frei nach dem olympischen Motto: ...., weiter, schneller. Oder liegt es an dem sportlichen Nachbarn? Die Hausnummer geteilt durch 2 ergibt F. Hurra, die Massen haben uns wieder, aber nur, um den Unterschied umso mehr zu spüren. Bitte bei N 49° 24.645 E 08° 41.977 kurz linksherum mitschwimmen.
  7. Aber da man für ein gutes Gläschen Wein Ruhe benötigt; macht es wie dieser Geselle hier N 49° 24.657 E 08° 42.039 und verlasst die Rennbahn Richtung ruhigere Gefilde. Wie heisst der Kerle eigentlich? Die Anzahl der Buchstaben seines Namens ist G. Aber nur, wenn man die doppelten Buchstaben nur einmal zählt.
  8. Nun, von den leiblichen Genüssen nun zu den geistigen. Ihr blickt hier N 49° 24.722 E 08° 42.044 genau auf das vor Euch liegende Gebäude. Nehmt Euch die Zeit und betrachtet die Fassade näher: Erkennt Ihr die Persönlichkeiten und wer entdeckt das berühmte Heidelberg-Gedicht? Der nebenan liegende Platz lädt geradezu auf ein kleines Päuschen ein.
  9. Weiter geht es an einem Lokal vorbei, dessen Name nun gefragt ist: N 49° 24.733 E 08° 42.088. Der Buchstabe, der mehrmals vorkommt ist H. Wenn man ihn nicht als Buchstabe liest.
  10. Nun kommt Ihr auf einen historischen Platz N 49° 24.784 E 08° 42.197, den die Stadt leider völlig vernachlässigt, den Kranen-Platz. Kranen deshalb, weil hier die Schiffe früher gelöscht wurden. Und dazu brauchte man ebendiese. Interessanter ist jedoch das Denkmal, das in der Mitte steht. Wann wurde es gewidmet? Die zweite Ziffer ist I.
  11. Doch weiter zu dem historischen Gebäude gegenüber. Wann war der Höchstwasserstand? Der Tag ist gefragt. Viel zukünftige Gelehrtheit bevölkert dieses Gebäude. Diese Zahl geteilt durch 5 ergibt J.
  12. Nun geht es wieder aufwärts, wer hätte gedacht, dass Heidelberg bergig sein könnte. N 49° 24.728 E 08° 42.213. Wann wurde das Haus erbaut? Der Betrieb hat einen französisch angehauchten Namen. Vertauscht Ihr die letzten zwei Ziffern dieser Jahreszahl, dann erhaltet Ihr K.
  13. Heidelberg spielte auch in revolutionären Zeiten durchaus eine Rolle, wie diese Ecke am N 49° 24.680 E 08° 42.234 beweist.
  14. Wie, so weit hinten sind wir schon? Und wo soll hier jetzt das Final sein? Mitten im Trubel? Keine Sorge, schnell hin zu N 49° 24.665 E 08° 42.283 und es erwartet Euch wieder himmlische Ruhe. Wer vor 17:00 Uhr da ist, sollte sich die Gelegenheit auf keinen Fall entgehen lassen, durch die Einfahrt zu gehen und über den Zugang in den Gartenpavillon nachzusinnen. Dazu das Plätschern des Brünnleins, die Nachwirkungen des Weines und des Spaziergangs?
  15. Der Cache liegt hier: N 49°24 (a+b+c+d+e+f+g+h+i+j+k)+ 480 E 08°42.(12*k+(k+c+f+i+j+a)) Aber da der Empfang hier nicht so gut ist, noch ein kleiner Tipp, den Ihr nicht vernachlässigen solltet: Für Schweizer Bürger war diese Gegend hier durchaus ein gefährliches Pflaster. Der Landmann Jacob Rieter aus Winterthur hat das am eigenen Leibe erfahren müssen. (Doch die Bande des Hölzerlips, die ihn an der Bergstrasse überfallen hatte, entging ihrer gerechten Strafe nicht: einer nach dem anderen wurde gefasst, verurteilt und in Heidelberg auf dem Marktplatz hingerichtet!!!) Und nun: Happy Caching!
Von Mirjam Schnüriger
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