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Wadin Rescue: SERC-Training - Wädenswil ZH

Freitag, 08. Juni 2018

Beim SERC handelt es sich um ein Unfallszenario mit 7 bis 14 Opfern im und am Wasser. Ein Team von 4 Rettungsschwimmern kommt zur Hilfe, muss die Situation erkennen und bewerten und soll innerhalb von 2 Minuten so vielen Opfern wie möglich helfen.
 
 

Mit beinahe zittrigen Knien machte ich mich auf den Weg ins Hallenbad: unsere angehende Ärztin Laura hatte an diesem Abend Einsatz und ich rechnete mit einer grossen Zahl von Teilnehmern an diesem Abend, die den SERC kennen lernen wollten. Es kam etwas anders: mit vier Teilnehmern war das SERC-Training sehr schlecht besucht. Der SERC testet die Initiative, Urteilsfähigkeit, Kenntnisse und Fähigkeiten der Lebensretter, die als Team agieren. Aber anscheinend ist die Schulung diesbezüglich weniger erwünscht oder nicht mehr notwendig.

Nicht desto trotz schaute ich das Wesentlichste mit dem Quartett an und im Verlaufe des Abends stiess sogar noch ein weiterer Teilnehmer hinzu. Alle Teams haben auf das gleiche Szenario zu reagieren und werden von den gleichen Richtern bewertet. Das Szenario wird bestmöglich in gleicher Weise für jedes Team simuliert. Der SERC wird nicht mit einer Frauen-, beziehungsweise Männerkategorie gewertet, die Mannschaften können in jeglicher Kombination von weiblichen und männlichen Teilnehmern bestehen. Dasselbe gilt auch für die Alterskategorien. Danach folgten zwei kurze Erklärungen: die Definition der verschiedenen Begriffe und der genaue Ablauf. Umgehend folgten die grundlegenden  Rettungsschritte, auf was man bei der Beurteilung achtet und wie man die Vorgehensweise am besten plant - alles, was man im Notfall genau so machen sollte. Das Ziel sollte die Kontrolle über die Situation sein, den Opfern bestmöglich zu helfen und so viele Leben wie möglich zu retten. Die Rettungsorganisation von mehreren Opfern stellt die Retter vor verschiedenste Entscheidungen und daher muss man sogenannte Opferprioritäten definieren. Wenn eine geeignete Vorgehensweise gefunden wurde, sollte diese umgesetzt und bei Veränderungen angepasst  werden. Anschliessend erfolgten die praktischen Übungen, wo ich ein riesiges Lob für meine Teilnehmer aussprechen muss. Die Aufgabe war, für zwei Rettungsschwimmer ein möglichst vielseitiges Szenario zu spielen, um die Opferprioritätenfestlegung zu üben und auf Veränderungen rasch zu reagieren.

Der Kursabend ging schnell vorüber und so verabschiedete ich die teilweise etwas heruntergekämpften Teilnehmer.

Von Martina Camenzind
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                                                                SLRG Wädenswil 2019-10-18 Martina Camenzind
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