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Kombikurs - SLRG Brevet Plus Pool II - Wädenswil ZH

Mittwoch, 07., Dienstag, 13. und Mittwoch, 14. November 2018 | Wädenswil ZH

Der Einstieg in die Welt der Rettungsschwimmer findet im Pool, also im Schwimmbecken, statt. Die Ausbildungsstruktur der SLRG ist modular aufgebaut, wobei die Kurse einzelne Schwerpunkte aufweisen.


In diesem Brevet Plus Pool haben die Teilnehmer gelernt, wie man sich alleine und/oder mit einer Gruppe in einem unbeaufsichtigten Bad verhält, wie man eine Rettung und Bergung selbständig durchführt, das Rettungsdispositiv durchsetzt und innert nützlicher Zeit professionelle Hilfe holt.

Der Kurs fand an drei Abenden im November statt: 07. November, 13. November und 14. November. Die Inhalte bauten auf dem erlernten Wissen des Brevet Basis Pools, wobei der Fokus wie erwähnt auf die selbständige Rettung und Bergung sowie die Durchsetzung des Rettungsdispositivs gelegt wurde. Wie alle Brevet Kurse fand die Ausbildung im Hallenbad Untermosen statt.

Oliver Wanger und Ashkan Hesabian führten die Teilnehmer durch den ersten Kursabend. Zu Beginn wurde nach der Begrüssung und Besprechung der Lernziele die Eintrittsprüfung absolviert. Dabei musste jeder Teilnehmer 200 Meter unterhalb von fünf Minuten schwimmen. Kein Problem für die Teilnehmer, alle haben die Eintrittsprüfung ohne Schwierigkeiten bestanden. Anschliessend ging es an die Theorie der Aufsichtspflichten. Die Teilnehmer lernten, auf welche Punkte man achten muss, wenn man einen Badbesuch organisiert. Danach ging es an die Repetition des Nacken- und Nacken-Stirn-Griffs. Ziel war es, beide Griffe über je 25 Meter mit Rettling anzuwenden. Wiederum kein Problem für die Kursbesucher. Am Schluss des Abends wurde die Bergung alleine intensiv geübt. Die Teilnehmer lernten, wie man eine Person alleine an den Beckenrand transportiert und anschliessend selber aus dem Wasser birgt für die weitere Patientenbeurteilung.

Den zweiten Kursabend bestritt ich mit Susanne Naunheim, unserer Technischen Leiterin. An diesem Abend behandelten wir drei Themen. Zu Beginn erarbeitete Susanne mit den Teilnehmern die Grundlagen, wie man ein Rettungsdispositiv erstellt. Sie konnten an die Theorie der Aufsichtspflichten vom ersten Kursabend anknüpfen. Trotzdem wurden sie auf Erkundungstour durch das Hallenbad geschickt. Dabei galt es herauszufinden, wo sich beispielsweise welche Risikostellen, Rettungsmittel und SOS Knöpfe befinden. Der zweite Kursteil widmete sich dem Tauchen. Zuerst mussten natürlich die sechs Tauchregeln vermittelt werden. Immerhin gab es einige Anknüpfungspunkte an die Baderegeln, wie die Regel über Suchtmittel und Medikamente. Andere wichtige Regeln, wie zur Hyperventilation und zum Druckausgleich sind spezifisch auf das Tauchen ausgerichtet. Anschliessend ging es ins Wasser für den praktischen Teil. Zuerst sollte die Tauchtechnik angeschaut werden, was aber für die Teilnehmer keine Probleme darstellte. Anschliessend mussten die Teilnehmer nacheinander mindestens 15 Meter durchtauchen. Das Streckentauchen und das Orientierungstauchen als Leistungsüberprüfung erfüllten alle Teilnehmer. Zu guter Letzt wurden noch das Bergen mit dem Rettungsbrett und die Handhabung der Rettungsmittel wie Rettungsball und Wurfsack geübt.

Am dritten und letzten Kursabend wurde ich von Oliver und Ashkan unterstützt. Zu Beginn war wieder etwas Theorie zu Rettungskette auslösen, Alarmierung und Patientenbetreuung auf dem Programm. Danach erarbeitete Ashkan Zusatzwissen zum Unterschied Ertrinken und Versinken mit den Teilnehmern. Anschliessend ging es bei Oliver ins Wasser bei der Sprungbucht. Oliver erklärte den Teilnehmern, dass es beim Retten im Wasser zu Risiken, ausgehend vom Rettling, kommen kann. Das heisst, dass der Rettling den Retter packen und unter die Wasseroberfläche zerren kann. Ashkan hat bei Andrin Senften, einem der Kursteilnehmer, deutlich gezeigt, was für Kräfte im Spiel sein können! Deshalb ist immer wichtig, zuerst zusprechen und dann einen Gegenstand reichen/zuwerfen. Als Retter sollte man erst zum Rettling, wenn dieser erschöpft ist und sich nicht mehr wehren kann.

Schon standen die zwei Abschlussprüfungen an. Zuerst führten die Kursteilnehmer die Rettung und Bergung eines Patienten durch. Nachher führten wir den Rettungsparcours durch. Erfreulicherweise haben alle Teilnehmer die Abschlussprüfungen bestanden und haben alle Ziele des Brevet Plus Pools erreicht. Herzliche Gratulation! Es hat Freude gemacht, diesen Kurs mit so engagierten und interessierten Teilnehmer durchzuführen. Ebenfalls möchte ich mich bei meinen Mitkursleitern Susanne, Oliver und Ashkan herzlich bedanken! Ohne euch wäre dieser Kurs nicht so gelungen!

Text von Keyvan Tavakoli
Bild von Martina Camenzind
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                                                                SLRG Wädenswil 2019-10-18 Martina Camenzind
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