« zurück

Wadin Rescue SERC - Wädenswil ZH

Samstag, 15. Dezember 2018

Im Hallenbad Untermosen fand kürzlich ein erstmals in dieser Form in der Schweiz durchgeführter Wettkampf der Rettungsschwimmer statt.

Am 15. Dezember 2018 war im Hallenbad Wädenswil eine grosse Unruhe zu spüren. Sechs Personen kämpften im Becken um ihr Überleben gegen das nahende Ertrinken, währenddessen zog eine genervte Schwimmerin weiter ihre Bahnen und eine Person war durch den Unfall schon bewusstlos auf dem Beckengrund. Vier mutige Personen versuchten die ganze Situation zu retten. Durch den Bademeister wurden sie aber nur mässig unterstützt und eine stark betrunkene Person stellte sich ebenfalls als grosses Hindernis dar. Was nach einem Horrorszenario klingt, war in Wirklichkeit ein erstmals in dieser Form in der Schweiz durchgeführter Wettkampf. Beim SERC (Simulated Emergency Response Competition) geht es darum, eine fiktive Notfallsituation in einem knappen Zeitlimit bestmöglich zu lösen. Zwölf Mannschaften aus der gesamten Schweiz kamen nach Wädenswil, um bei dieser Premiere dabei zu sein.

In der ersten Situation ging es um eine Gruppe betrunkener Jugendlichen, derer Besuch im Hallenbad komplett ausgeartet ist. Die Teams, bestehend aus vier Personen, wurden erst in den Garderoben ohne jegliche Kommunikationsgeräte eingeschlossen, so dass sie keine Informationen von der Aussenwelt bekommen konnten was das Notfallszenario beinhaltet könnte, und hatten danach jeweils drei Minuten Zeit, dieses zu lösen. Fünf Richter werteten die Leistung der Teams und der Teamcaptains nach verschiedensten Kriterien, zudem gab jedes Opfer nach dessen Schwierigkeitsgrad bestimmte Punkte.

In der zweiten Situation hatten die Teams nur noch zwei Minuten Zeit, das Szenario war aber nicht minder schwer als das Vorige. Während dem Schwimmtraining eines Schwimmklubs kam es zu einem Stromunfall und eine verstörte Mutter hatte währenddessen in der Panik ihr Kleinkind im Becken verloren.

Die Gesamtwertung der zwei Notfallszenarien gewann das Team der Seeretter aus Wädenswil, welche mit dem Opfern nicht gerade zimperlich umgegangen sind, jedoch in der knappen Zeit in beiden Szenarien deutlich die meisten Opfer ans sichere Ufer bringen konnten. Knapp dahinter reihte sich das Team der SLRG Wädenswil ein, vor der Mannschaft der Sektion Lyss. Ein grosses Dankeschön gilt den beiden Organisatoren Laura Buchmann und Martina Camenzind, der Stadt Wädenswil und der Bevölkerung für Ihr Verständnis, den zwölf Opfern, den fünf Schiedsrichtern und zahlreichen weiteren Helfern, sowie den vielen Teilnehmern, welche den tollen Wettkampf überhaupt erst möglich gemacht hatten.



Text von Oliver Wanger
Bilder von Marc Audeoud und Jörg Senften
Video Till Mesmer, Marc Strickler und Ashkan Hesabian
Icon
SLRG Wädenswil 2018-01-12 | Martina Camenzind |
Webdesign & CMS by onelook