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BLS-AED-SRC-Refresher - Wädenswil ZH

Dienstag, 11. Dezember 2018

Nach zwei Jahren war es wieder soweit: ich habe mich für den BLS-AED-SRC-Refresher angemeldet, welcher im Vereinsraum von der SLRG Wädenswil stattfand. Wie gewohnt fuhr ich mit dem Auto via Autobahn A3 Richtung Wädenswil. Höhe Herrlisberg sah ich dann auf der gegenüberliegenden Strassenseite einen Verkehrsunfall. Sogleich fragte ich mich selber, was ich tun würde, wie die einzelnen Alarmierungsschritte sind und was für Hilfsmittel ich in meinem Auto habe.

Angekommen im Vereinsraum, bat mich der Kursleiter eine Opferrolle zu spielen, nach dem er seine Einführung erläutert hatte. Nach der Vorstellungsrunde konnte man sich selber von einer Skala von 0 bis 10 eingliedern, wie sicher man sich fühle, jemandem zu helfen. Die Meisten bewegten sich zwischen sieben und acht. Ich ebenfalls, denn die Frage, die ich mir stellte ist: wie reagiere ich in einem Notfall? Bin ich paralysiert oder fallen mir alle Schritte wieder ein? Als erstes wurde mir das  GABI eingetrichtert (nicht das von dem Cabaret Divertimento) und dann wechselte es zu ABC.  Doch nun war es soweit: der Kursleiter gab mir das Zeichen und sogleich fiel ich zu Boden. Martin hatte leider die Rolle des Fotomachens, somit konnte ich nicht auf seine Hilfe zählen. Jedoch war Roger da und betreute mich rasch und professionell, sodass ich mir keine Sorgen machen würde, wenn es einen Ernstfall gewesen wäre.

Wir bekamen in der fortlaufenden Stunde eine Repetition, was im menschlichen Körper passiert, welche Symptome zu beobachten sind, welche Hilfeleistungen gemacht werden können und wo man Hilfe herbekommt.

Eine Frage war besonders schwierig, über welche ausführlich diskutiert wurde: «Sie gehen am Abend eine verlassene Strasse entlang und treffen eine Person an, welche nicht mehr atmet und keinen Puls mehr hat. Das Problem ist, sie haben kein Handy bei sich und der nächste Shop liegt 15 Gehminuten entfernt.» Viele gaben die Antwort: «Ich beginne mit der Reanimation.» Jedoch , wenn man keine Hilfe holt, dann reanimiert man unter Umständen die ganze Nacht. Und wenn man Hilfe holt, dann sinken die Überlebenschancen rapide. Also was nun? Mit zögerndem Eingeständnis und um der was wäre wenn Frage aus dem Weg zu gehen, folgten wir der Alarmierkette.

Dann durfte man sein Können wieder an der Ambu-Puppe zeigen und am Ende sich erneut auf der Skala platzieren. Nun veränderte sich das Bild gegen oben und alle haben ein besseres Gefühl und die Bestätigung, was sie machen und wie sie es machen ist gut. Der Slogan «nur nichts tun ist falsch» begleitete uns den ganzen Abend.

Vielen Dank für den Kurs!

Text von Oliver Conrad
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                                                                SLRG Wädenswil 2019-10-18 Martina Camenzind
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