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BLS-AED-SRC-Refresher I - Wädenswil ZH

Dienstag, 03. März 2020

Am Abend des 3. März dieses Jahres fanden sich neun Personen im Strandbad Wädenswil ein, um den WK BLS-AED zu besuchen.
 

Ashkan und ich hatten das Vergnügen, die Teilnehmer durch diesen Abend zu führen. Mit sechs langjährigen Vereinsmitgliedern unter den Teilnehmern hatten wir fast einen familiären, vereinsinternen Kurs.

Nach der Begrüssung und Vorstellungsrunde gingen wir die Lernziele des Kurses durch. Auch beim Wiederholungskurs legen wir Wert darauf, dass die Teilnehmer korrekt alarmieren, ihren Eigenschutz beachten, eine korrekte Seitenlagerung durchführen, die Herzdruckreanimation beherrschen und die wichtigsten Krankheitsbilder wie Herzinfarkt, Hirnschlag und Atemwegsverlegung durch einen Fremdkörper kennen.

Danach zeigten wir den kurzen Film, bei dem ein Passant am Strassenrand liegt und dem nicht geholfen wird. Wir wollten nun von den Teilnehmer wissen, was für mögliche Hemmschwellen wie Unsicherheit einer Hilfeleistung im Weg stehen. Uns interessierte auch, was im Gegensatz die Motivation für eine Hilfeleistung sein kann. Hier zeigte sich, dass der Grossteil schon mehrere Kurse besucht hat, eigene Erfahrungen aufweist und zumindest in einer unklaren Situation eine potenziell hilfsbedürftige Person ansprechen würde. In diesem Zusammenhang fragten wir die Teilnehmer, wie sicher sie sich einschätzen, wenn sie in eine Notfallsituation geraten. Erfreulich war, dass die Teilnehmer bereits zu Beginn des Kurses relativ sicher waren und sich etwas über der Hälfte positioniert haben.

Doch dann geschah es, unser Fallbeispiel ging los. Patrick Graf wurde plötzlich bewusstlos und fiel zu Boden. Durch beherztes Eingreifen der anderen Kursteilnehmer wurde unser Patient gut betreut und in eine stabile Seitenlagerung gebracht. Es wurde mit ihm gesprochen und eine Jacke als Wärmeschutz organisiert. Die Alarmierung wurde sichergestellt, sodass professionelle Hilfe unterwegs war. Die Teilnehmer haben schnell und gut reagiert und gehandelt.

Wir gingen anschliessend die verschiedenen mögliche „Zustandsformen“ (ansprechbar, bewusstlos, leblos) durch, welche ein Patient grundsätzlich haben kann. Dann gab es einen Exkurs zur juristischen Lage – sowohl im Strafrecht als auch im Haftpflichtrecht – in Bezug auf die Hilfeleistung. Es ist für mich selber immer wieder interessant, was für Fragen die Teilnehmer haben.

Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit den Ursachen für einen Kreislaufstillstand. Wir vermittelten auch die „technischen Angaben“ zur Herzdruckmassage wie Drucktiefe, Druckfrequenz etc. Natürlich durfte der BLS-AED Algorithmus nicht fehlen. Ausserdem repetierten wir für die Alarmierung das Meldeschema und die Notrufnummern der einzelnen Blaulichtorganisationen.

Der Praxisbezug durfte dann natürlich nicht fehlen. In drei Gruppen spielten die Teilnehmer den BLS-AED Algorithmus an einem Phantom durch. Wir wollten sehen, dass die Teilnehmer einen Notfall erkennen, den Eigenschutz beachten, eine in diesem Falle leblose Person ansprechen und die Alarmierung und Herdruckkompression durchführen. Sie kamen ins Schwitzen und merkten so, dass eine Hilfeleistung doch anstrengender sein kann als gedacht.

Nach einer zweiten kurzen Pause mussten wir die Fallbeispiele zu den Krankheitsbildern etwas abkürzen. Trotzdem versuchten wir, den Teilnehmern die wichtigsten Risikofaktoren, Symptome und Erste Hilfe Massnahmen zum Herzinfarkt, zum Hirnschlag und zur Atemwegsverletzung mitzugeben. Es waren keine weiteren Fragen offen.

Zum Schluss des Kurses baten wir die Teilnehmer erneut, eine Selbsteinschätzung zu machen. Erfreulicherweise haben sie sich besser positioniert als zu Beginn des Kurses!

Vielen herzlichen Dank, eine bessere Rückmeldung gibt es nicht. Nachdem wir auf das Kursangebot und kurz auf sonstige Angebote des Vereins aufmerksam gemacht hatten, haben verabschiedeten wir die Kursteilnehmer.

Text von Keyvan Tavakoli

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              SLRG Wädenswil 2020-07-16 Martina Camenzind
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