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Modul See II - Wädenswil ZH

Sonntag, 23. Juni 2019

Ein Ausflug an den See – aber sicher! Das SLRG Modul See erweitert ihre Wasser­sicherheits­ausbildung aus dem Pool auf stehende Freigewässer.


Wie jedes Jahr fand auch dieses Jahr ein Kurs für das Modul See im Strandbad «Sträme» statt. Der ganze Tag begann in der Frühe, als noch dichte Wolken den Himmel bedeckten und es vergleichsweise recht kühl für diese Jahreszeit war. Gut organisiert, vielseitig gestaltet und professionell angegangen wurde der Kurs von Martina Camenzind und Heinz Wanger. Zu zweit begrüssten sie uns um 8:00 Uhr, eine kleine Gruppe bestehend aus hauptsächlich Lehrern, Vereinsmitgliedern und sogar einer Polizistin, und ich, Robert Bosnic, war auch dabei.

Der Morgen war ziemlich theoretisch: kurz zusammengefasst wurde uns auf interaktiver Art und Weise beigebracht, auf was geachtet werden muss während einem Aufenthalt am See. Alle hatten super mitgemacht und die Motivation war förmlich zu spüren. Das Beste an diesem Morgen war die Gruppenarbeit, bei der wir zu zweit ein Szenario beziehungsweise einen Ausflug mit einer Risiko-Analyse erstellten. Es war ein simples Modell, das aber sehr effektiv geholfen hat, ein Gespür für das Risiko zu kriegen.

Später ging es ab ins kühle Nass, wo wir 300 Meter in höchstens zehn Minuten schwimmen mussten und alle Teilnehmer schafften es problemlos – naja, vielleicht doch nicht ganz alle problemlos.

Es folgten diverse Übungen, die im Wasser gemacht wurden und jeweils auch Teil der praktischen Prüfung waren. Einerseits wurde viel getaucht, wie zum Beispiel um die Pfosten des Sprungturms oder eine Acht unter der Wasseroberfläche, daran hatte ich als begeisterter Taucher besonders Freude! Einigen gelang es im ersten Versuch nicht ganz und sie durften es anschliessend noch einmal probieren.

Zum anderen holten wir die Boards raus und übten das Bergen von Bewusstlosen und man würde es nicht denken, aber die Übungen ergaben sich als sehr witzig: besonders nachdem ich mit viel Kraftanspruch und Geschick den «Bewusstlosen» auf das Board gezogen hatte und ich darauf hin den Kopf zwischen seinen Beinen hatte und das schöne Panorama der Goldküste hinter seinem Po verschwand…

Langsam näherte sich der spätere Nachmittag und wir waren gerade dabei, die Rettungshilfen zu zweit auszuprobieren. Wir konnten so auch beispielsweise mit Gaspatronen gefüllten Hilfen üben, was ich persönlich aufregend fand, allerdings war es nicht etwas, das mir wirklich gelungen war.

Zu Schluss musste ich in einem Szenario den Ertrinkenden spielen und die anderen Teilnehmer mussten sich zu Recht finden und mich aus dem Wasser holen. Als erstes tat ich so als konnte ich mich nicht mehr über Wasser halten, und als die anderen anfingen mir Rettungsringe zuzuwerfen, sank ich auf den Grund und verweilte dort unter Wasser. Nach gefühlten zwei Minuten wurde ich aus dem Wasser gezogen und an Land gebracht. Der Bademeister (Sandro Wanger) hätte sich gewaltig Sorgen gemacht und hätte ein Rettungsmanöver gestartet, wenn er nicht gewusst hätte, dass «Robert der Taucher»  da auf dem Seegrund hockte.

Alles in Allem war der Kurs ein Erfolg, für Heinz und Martina, sowie für uns Teilnehmer. Mit gut gelaunter Miene gingen alle nach Hause und (zum Glück) konnten sich alle auf den Ausweis freuen. Mir ging es genauso, ausser der Sonnenbrand der mich noch einige Tage später plagte… So wurde «Robert der Taucher» zu «Robert die Tomate».

Text von Robert Bosnic
Bilder von Martina Camenzind
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                                                                SLRG Wädenswil 2019-10-18 Martina Camenzind
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