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Wiederholungskurs BLS-AED (WK BLS-AED) - Wädenswil ZH

15. Juni 2016

11 Brevetierte fanden sich zur Auffrischung ihrer BLS/AED Kenntnisse im perfekt geputzten und aufgeräumten Vereinsraum des Strandbads Wädenswil ein. Der Kurs, der von Stefan, Martin und Susanne geleitet wurde, stand ganz im Zeichen der Praxisanwendung und Improvisation. So wurde auf hands-on anstatt auf Frontalunterricht gesetzt und die Reaktion der Teilnehmerinnen wurde mit spontanen Fallbeispielen getestet. z.B. musste eine plötzlich umgekippte Dame richtig umsorgt und ein stark blutender Grillmeister verarztet werden. Die Helferinnen reagierten im Allgemeinen rasch und richtig, bei der nachfolgenden Besprechung der Vorfälle wurde vor allem auf die Notwendigkeit der Improvisation hingewiesen. Warum z. B. nicht einen per Zufall herangewindeten Plastiksack verwenden, um nicht mit dem Ketchup - äh Blut - des Verletzten in Kontakt zu kommen oder den neuen Gucci-Schal als Druckverband einsetzen? Die meiste Zeit des Abends verbrachten die Auszubildenden aber mit Beatmen, Thoraxkompressionen und Einsetzen des Defibrillators an den Puppen. Allen, die wieder ein Mal einen Kurs besuchen sollten, gebe ich eine sehr kurze Zusammenfassung des Vorgehens: Basic Life Support (BLS) und cardio-pulmonale Reanimation (CPR) wird an Personen mit Herz-Kreislaufstillstand (erkennbar an Bewusstlosigkeit und fehlender Atmung) angewendet. Ziel ist es, durch Thoraxkompressionen (Herzmassage) das Gehirn und das Herz mit sauerstoffreichem Blut zu versorgen und damit die Überlebenschancen des Betroffenen/der Betroffenen zu erhöhen. Die Beatmung und die Thoraxkompressionen (auf der Mittelachse des Brustbeins) finden im Rhythmus 2:30 so lange statt, bis Rettung eintrifft, der Helfer/die Helferin erschöpft ist oder abgelöst wird oder der Patient/die Patientin von selbst zu atmen beginnt (juppieh!). Sobald der zweite Helfer, welcher bereits zu Beginn des Einsatzes mit dem Auftrag zum Alarmieren losgeschickt worden war, mit dem AED (automatisierter externer Defibrillator) zurückkommt und es gemäss selbsterklärender Instruktion richtig montiert hat, wird vom Gerät ein Schock ausgelöst. Dieser Stromstoss soll dem Herzen in der Flimmerphase (unkoordiniertes Zucken, keine Pumpleistung) zu einem normalen Rhythmus verhelfen. Nachdem alle wichtigen Themen von Aorta bis Zitterkrampf besprochen worden waren, konnten die Nothelferinnen einen neuen Klebeausweis für die Ausweissammlung entgegennehmen.

Von Mirjam Schnüriger
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                                                                SLRG Wädenswil 2019-10-18 Martina Camenzind
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