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Nothilfeübung mit Samariterverein - Wädenswil ZH

07. Juli 2016

Im Gegensatz zu früheren Jahren war auch eine Delegation der SLRG-Sektion Richterswil dabei. Leider waren in diesem Jahr nur 24 Teilnehmende zugegen. Die Gesamtleitung lag in den Händen von Susanne Naunheim. Sie ist diplomierte Krankenschwester und Technische Leiterin der SLRG Wädenswil. Die Postenchefs waren Ursula Lüdi am Posten 1, Patrick und Peter Graf am Posten 2, Christian Albisser am Posten 3 und Beatrice Sterchele am Posten 4. Nebst dem Auffrischen von Soforthilfe-Massnahmen wurde bei dieser Übung der Fokus auf Kommunikation gelegt. In Gruppen wurden die einzelnen Posten besucht.

Am Posten 1 ging es darum, der deutschen Sprache Unkundigen die Baderegeln zu vermitteln. Konkret: sie non-verbal, d.h. buchstäblich "mit Händen und Füssen" auf ihren Bruch einer der Baderegeln bzw. auf eine drohende Gefahr hinzuweisen. Eine Herausforderung, bei der Einfallsreichtum und Fantasie gefragt waren. Bei dieser Gelegenheit präsentierte uns Ursula gleich noch die neu in diverse Sprachen übersetzten Baderegel-Tafeln der SLRG.

Bei Posten 2 war durch den knappen Bericht eines Simulanten zu folgern, dass einer seiner Kollegen im Wasser plötzlich fehlte. Dieser war dann auch in geringer Tiefe im See aufzufinden - mit einer Rückenverletzung, die es  zu erkennen galt. Also Rettling an die Oberfläche  und mit der Rettungsbahre sorgfältig zur Betreuung ans Ufer bringen. Dabei erwies sich wiederum, dass die richtige Handhabung der verfügbaren Rettungsgeräte immer wieder geübt werden muss.

Der Posten 3  bestand aus einer Sammlung von Lego-Bausteinen, die nach einer Anleitung zu einem Objekt zusammengesetzt werden mussten. Die Komplikation dabei war, dass eine Person die bebilderte Anleitung, eine andere die Bausteine vor sich hatte und die beiden sich nicht sehen, sondern nur verbal kommunizieren durften (man erinnere sich an jene Apollo-Mission, bei der in der Raumkapsel mit vorhandenem Material ein Ersatzfilter nach Funkanleitung zu bauen war). Das praktische Ziel dieser Übung bestand darin, professionelle Rettungsdienste kurz, vollständig und präzise informieren zu können.

Posten 4 schlussendlich bestand aus einem weiteren Unfall mit Verdacht auf Wirbelsäulenschaden. In der Übungsanlage fiel ein Teenager beim Klettern vom Baum. Nun ging es darum, dass ein Mitglied der Gruppe die Führung übernahm und ganz klar Anweisungen an bestimmte Personen erteilte. Hier zeigte sich einmal mehr, dass durch allgemeine Adressierung "jemand muss nun..." sich niemand angesprochen fühlte und das Geforderte eben nicht geschah.

Nachdem auch die SLRG-Mitglieder ihre Badekleider wieder mit Strassenkleidung vertauscht hatten, rief Susanne zu einer kurzen Manöverkritik (auf Neudeutsch "Debriefing") auf, um anschliessend mit Wurst, Brot, Getränken und leckeren Desserts den Abend gemeinsam abzuschliessen.

Von Rolf Läuffer
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                                                                SLRG Wädenswil 2019-10-18 Martina Camenzind
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