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Technikmodell Greifstart und Schrittstart

Sonntag, 17. März 2019

Das neue Technikmodell hilft die Schwimmtechnik besser zu verstehen. In jeder Ausgabe wird ein Teil des Modells vorgestellt. Was hat sich für euch verändert?
 

Aktionen

Aktionsmodalitäten und Funktionen

Vorbereitungsphase

Grabstart (Greifstart)

Start/Ausgangsposition


 
In der Ausgangsposition ist der Oberkörper gebeugt, die Füsse hüftbreit. Die Knie sind zwischen 100 - 150° gebeugt. Die Hüfte befindet sich in vertikaler Achse über den Fersen.
... um eine günstige Ausgangsposition der Arm- und Beinhaltung für die optimale Kraftübertragung beim Absprung zu ermöglichen und den Körperschwerpunkt nahe an die Startblockkante zu bringen.
  Die Füsse stehen parallel an der Blockkante.
... um einen schnellkräftigen Abdruck zu ermöglichen.
  Die Zehen klammern sich am Rand des Startblockes fest.
... um einen optimalen Kontakt zum Startblock herzustellen und ein Wegrutschen zu verhindern.
  Die Hände befinden sich zwischen den Beinen oder neben den Füssen und klammern sich mit den Fingern an der Vorderkante des Startblocks fest.
... um eine gespannte Körperhaltung zu erlangen.
  Das Körpergewicht ist auf beide Füsse verteilt. Mit dem Kommando «auf die Plätze» wird das Gewicht in der nächsten Phase nach vorne verlagert (Körperschwerpunkt bleibt hinter Vorderkante Startblocks).
... um den Körper in die optimale Absprungposition zu bringen.
   

Vorbereitungsphase

Trackstart (Schrittstart)

Start/Ausgangsposition

 
Die Füsse sind in Schrittstellung, wobei der eine Fuss an der Vorderkante des Startblocks, der andere deutlich zurückgesetzt plaziert wird.
... um eine optimale Kraftübertragung beim folgenden Absprung zu ermöglichen.
  Die Zehen des vorderen Fusses klammern sich am Rand des Startblockes fest.
... um einen optimalen Kontakt zum Startblock herzustellen und ein Wegrutschen zu verhindern.
  Der Oberkörper ist gebeugt, beide Hände greifen an die Vorderkante des Startblocks.
... um eine gespannte Körperhaltung und eine Vorspannung der Arme aufzubauen.
  Das Körpergewicht ist auf beide Füsse verteilt. Mit dem Kommando «auf die Plätze» wird das Gewicht in der nächsten Phase nach vorne verlagert (Körperschwerpunkt bleibt hinter Vorderkante Startblocks).
... um den Körper in die optimale Absprungposition zu bringen.
   

Hauptphase

 
Absprung





 
Mit einem Absprungwinkel von 20-30° wird der Körper durch das aktive dynamische und explosive Abstossen der Beine beschleunigt. Dabei lösen sich die Hände vom Startblock und die gestreckten Arme schwingen vorwärts. Der Körperschwerpunkt kippt in Sprungrichtung und das Hüftgelenk sowie die Knie- und Fussgelenke werden explosiv gestreckt.
... um die Beschleunigung beim Abdruck vom Block zu verstärken und ein Strecken des Körpers zu erreichen.
... um die grösste Kraftübertragung zu ermöglichen.
Flugphase

 
Die Arme werden nach dem Absprung direkt nach vorne gebracht und über dem Kopf gestreckt. Die Hände werden übereinander gehalten.
... um die Arme schnellstmöglich in die optimale Flugposition zu bringen.
  Die Körperhaltung ist nach abgeschlossenem Absprung gestreckt.
... um eine stabile Körperposition in der Luft zu ermöglichen.
Eintauchphase


 
Der ganze Körper taucht mit den Händen voran in gestreckter und gespannter Position (Streamline) in einem Winkel von ca. 45° an einem Punkt ins Wasser ein.
... um widerstandsarm ins Wasser zu tauchen und die günstigste Eintauchtiefe möglichst schnell zu erreichen.
  Mit dem Eintauchen der Hüfte werden die Arme im Schultergelenk überstreckt.
... zum Einleiten der Umkehrbewegung.
  Die Kniegelenke und die Hüfte werden beim Eintauchen leicht gebeugt.
... um widerstandsarm einzutauchen und den Eintauchkick vorzubereiten.
  Mit dem Eintauchen der Zehenspitzen erfolgt ein explosiver Abwärtsschlag mit den Unterschenkeln (Eintauchkick).
... um bereits beim Eintauchen erste zusätzliche Antriebsaktionen zu erzeugen und dadurch dem Geschwindigkeitsabfall durch den Wasserwiderstand entgegenzuwirken.
   
Endphase  
Gleiten, Unterwasserphase und Übergang Das Gleiten erfolgt mit übereinander gelegten Händen und gestrecktem Körper.
... um die strömungsgünstige Form einzunehmen.
  Im Abstand von ca. 1.5-facher Körperlänge vom Eintauchpunkt entfernt, beginnt die erste Aktion der Unterwasserphase.
In der Unterwasserphase wird der Körper beim Delfin-, Rücken- und Kraulschwimmen mit hochfrequenten Delfinbeinschlägen fortbewegt.
Beim Brustschwimmen erfolgt ein Brusttauchzug.
Mit dem Durchbrechen der Wasseroberfläche leitet die Armbewegung den Übergang in die Schwimmart ein.
... um die Geschwindigkeit des Startsprungs in die nachfolgende Schwimmstrecke möglichst hoch zu halten und die Vortriebswirksamkeit unter Wasser zu erhöhen.
  Beim Kraul und Delfin beginnt kurz vor dem Durchbrechen der Wasseroberfläche bereits unter Wasser der erste Armzug. Am Ende der Druckphase des ersten Armzuges soll der Kopf die Wasseroberfläche durchbrechen, so dass unverzüglich mit der ersten Rückholphase widerstandsfrei begonnen werden kann.
Im Brust wird ein Armzug ausgeführt, bevor die Arme nahe am Körper wieder nach vorne gebracht werden und gleichzeitig ein Beinschlag ausgeführt wird (Tauchzug). Beim nächsten Armzug muss der Kopf die Wasseroberfläche durchbrechen, bevor der Armzug beendet ist. Nach dem Start darf ein einziger Delfinbeinschlag (Delfinwelle) ausgeübt werden.
…um ein optimaler Übergang von der Unterwasserphase ins Schwimmen zu ermöglichen und die Geschwindigkeit möglichst hoch zu halten.

http://techmodell-swim.jimdo.com/
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SLRG Wädenswil 2018-04-17 | Martina Camenzind |
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