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«Lehrplan 21»: Die SLRG setzt sich für mehr Wasserunfallprävention und Wasserrettungskompetenz ein

06. November 2013

Die Schweiz ist mit ihren vielen Flüssen und Seen ein wahres Wasserschloss. So schön dieses ist, so viele Gefahren birgt es: Hierzulande ertrinken jährlich durchschnittlich 47 Personen. 2012 waren es 55, davon 4 Kinder. Im Jahr 2013 sind bislang 43 Personen ertrunken. Noch viel häufiger sind vor allem bei Kindern die so genannten «Beinahe-Ertrinkungsfälle», bei denen meist lebenslange körperliche und geistige Schäden die Folgesind.

Aus Sicht der SLRG sind Kenntnisse zum richtigen Verhalten im und am Wasser (Wasserunfallprävention) und Wasserrettungskompetenz evident und der beste Schutz vor Wasserunfällen jeder Art. Gemäss der Jubiläumsstudie der SLRG geschehen zwei Drittel der Ertrinkungsunfälle beim Wassersport. Dabei ist davon auszugehen, dass die Verunfallten Schwimmen konnten.

Richtiges Verhalten im, am und auf dem Wasser schützt also vor Unfällen und hilft, das Schlimmste (Ertrinken resp. Beinahe-Ertrinkungsfälle mit Folgeschäden) zu verhindern. Dieses Bewusstsein für Gefahren und ein Mindestmass an Selbstrettungskompetenzen sind entscheidend. Letztere beinhalten, sich nach einem Sturz ins Wasser zu orientieren, Ruhe zu bewahren und ohne Panik wieder an die Wasseroberfläche zu gelangen, sich an der Oberfläche halten zu können und wenn möglich selbst wieder an Land zu gelangen. Dass dabei auch Schwimmen-Können eine Rolle spielt ist nicht von der Hand zu weisen – Wasserunfallprävention und Wasserrettungskompetenz sind jedoch für das Verhindern von Wasserunfällen die erfolgversprechenderen Faktoren.

Die SLRG ist sich der Tatsache bewusst, dass für den Schulunterricht geeignete Wasserflächen ein knappes Gut sind. Reto Abächerli, Geschäftsführer der SLRG: «Gleichwohl wissen wir aus Erfahrung, dass die für ein sicheres Verhalten im und am Wasser relevanten Lernziele auch mit der heutigen Infrastruktur umgesetzt werden können.» Diese Aussage unterstreicht die SLRG im Rahmen ihres Projekts «Das Wasser und ich». Mit dem Projekt werden bereits heute rund 1000 Kindergärten jährlich im Klassenzimmer besucht und den Kindern das sichere Verhalten vermittelt, ohne am oder im Wasser zu sein.

Vielerorts sind kreative Lösungsansätze notwendig. «Die SLRG will durch den Lehrplan 21 Wasserunfallprävention und Wasserrettungskompetenz im Schulunterricht verankern», sagt Abächerli. «Wir als SLRG wollen aber auch mitdenken sowie bei der Umsetzung Hand bieten und sind überzeugt, dass sich das künftige Engagement von Gemeinden und Kantonen für Wasserunfallprävention und -rettungskompetenz auszahlt. Die SLRG nimmt die offenen Fragen und Vorbehalte von Lehrpersonen, Schulen und Gemeinden bezüglich personellen Kosten sowie Haftungs- und Sicherheitsfragen ernst. Wir sind bereit, unseren Beitrag zur Umsetzung der Lernziele zu leisten und wollen wo möglich unterstützen», bekräftigt der Geschäftsführer der SLRG.

Bilder und Informationen:
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SLRG – Ihre Rettungsschwimmer

Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG ist die grösste Organisation für Wassersicherheit der Schweiz. Die von der ZEWO anerkannte gemeinnützige Organisation bezweckt die Verhütung von Unfällen am, im und auf dem Wasser sowie die Ausbildung von Rettungsschwimmern. Konkret engagiert sich die SLRG mit diversen Präventionsprojekten, bietet Wasser- und Lebensrettungs-Ausbildungen für verschiedenste Zielgruppen an und sorgt an zahlreichen Veranstaltungen sowie Badeorten für die Wasseraufsicht.

Mit 132 Sektionen und 27‘500 Mitgliedern in allen Landesteilen arbeitet die SLRG im Sinne des Rotkreuz-Gedankens und fördert über die Möglichkeit, Rettungsschwimmen auch als Sport zu betreiben, insbesondere das humanitäre Engagement zahlreicher Kinder und Jugendlicher.
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