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Wasserwalzen sind Todesfallen!

11. Juli 2016

Schwellen sind eine ausserordentliche Gefahrenstelle an Flüssen. Darüber berichtete die SLRG bereits in ihrem letzten Bulletin im Mai mit der glücklichen Rettung von Ruedi Beutler aus einer Wasserwalze in der Emme. Bedauerlicherweise wurde diese Erkenntnis innert kurzer Folge durch zwei Ertrinkungsopfer an der Emme in Lützelflüh BE und Derendingen SO unterstrichen.

Schwellen bilden Weisswasser und Wasserwalzen. Unterhalb einer Wasserwalze besteht ein starker Rückfluss (Widerwasser), der eine Person in die Wasserwalze ziehen kann. Diese Kombination ist tödlich, da eine betroffene Person sich nicht mehr selber aus dieser Lage befreien kann. Zusätzlich führen die Schweizer Flüsse zur Zeit mehr Wasser als üblich, was für normale Schwimmer schon zur echten Herausforderung wird – Darum sollte man sich überlegen, ob man zur Zeit den Badespass nicht in der überwachten Badeanlage suchen will.

Die Wasserwalze – wie funktioniert sie?
Oft wird die Kraft und Unberechenbarkeit des Wassers in Flüssen massiv unterschätzt. Gefährlich sind Strudel und Strömungen sowie Felsen und Wiffen (Schifffahrtszeichen) mitten im Fluss. Stufen, Verbauungen, Schwellen und natürliche Wasserfälle sind gefährliche Hindernisse, erkennbar am schäumenden Weisswasser nach dem Fall. Das Weisswasser ist dermassen mit Luft angereichert, dass es nicht mehr trägt und nicht schwimmbar ist. Die dabei entstehende, rotierende Wasserwalze (siehe Grafik) und tiefe Unterspülungen können zur tödlichen Gefahr werden aus der man sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien kann. Es ist unvermeidlich, vor einer Flussfahrt oder einem Schwumm die Schwimm- bzw. Bootsstrecke zu besichtigen und sich die Ausstiegsstellen zu merken, um diese tödlichen Hindernisse zu umgehen.
 
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SLRG Wädenswil 2018-06-23 | Martina Camenzind |
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