DISZIPLINEN POOL LIFE SAVING (NATIONAL)

4 x 25 m Puppenstaffel (Manikin Relay)

Kriterien für das Schleppen einer Puppe
Der Rettungsschwimmer muss die Puppe mit mindestens einer Hand schleppen, dabei darf er sie nicht an Ringen, Ösen, Mund, Nase, Augen, Kehlkopf o. Ä. halten. Die Puppe darf nicht geschoben, d.h. der Kopf der Puppe darf sich nicht vor dem Kopf des Rettungsschwimmers befinden, oder geworfen werden. Beim Schleppen muss das Gesicht der Puppe nach oben gerichtet sein, die Puppe darf maximal 90° zur Seite gedreht sein. Beim Schleppen bilden der Rettungsschwimmer und die Puppe eine Einheit. Während des Schleppens muss sich mindestens ein Körperteil des Rettungsschwimmers oder der Puppe über der Wasseroberflächenlinie befinden. Das Halten der Puppe unterhalb des Körpers des Rettungsschwimmers ist nicht erlaubt.

Ablauf
Alle vier Rettungsschwimmer starten im Wasser. Der erste Schwimmer hält sich mit einer Hand am Beckenrand/Startblock fest. In der anderen Hand hält er die Rettungspuppe mit Mund und Nase über der Wasserlinie. Nach dem Startsignal schleppt er die Rettungspuppe bis zur Wechselzone (4 Meter) in der Mitte des Beckens und übergibt sie dem zweiten Rettungsschwimmer, der sie nach dem Anschlagen auf der gegenüberliegenden Seite dem dritten Rettungsschwimmer übergibt. Dieser schleppt die Puppe bis zur Wechselzone und übergibt sie dem vierten Rettungsschwimmer. Die Disziplin ist beendet, wenn ein Körperteil des letzten Schwimmers die Beckenstirnwand berührt hat. Alle vier Schwimmer schleppen die Puppe gemäss Kriterien für das Schleppen einer Puppe.

Wechsel
Der ankommende Rettungsschwimmer darf die Rettungspuppe erst loslassen, wenn der nachfolgende sie ergriffen hat. Dabei muss immer ein Rettungsschwimmer mit mindestens einer Hand Kontakt zur Rettungspuppe halten. Der Wechsel vom 1. auf den 2. Rettungsschwimmer und vom 3. auf den 4. Rettungsschwimmer erfolgt innerhalb der gekennzeichneten Wechselzone in der Beckenmitte. Nur der ankommende und der übernehmende Rettungsschwimmer dürfen bei einem Wechsel beteiligt sein. Der ankommende Rettungsschwimmer darf dem übernehmenden Rettungsschwimmer beim Wechsel helfen, solange sich der Kopf der Puppe vollständig innerhalb der Wechselzone befindet. Beim Start, innerhalb der Startzone (5m) und bei den Wechseln innerhalb der Wechselzonen gelten die Kriterien für das Schleppen einer Puppe (siehe Pt. 6.1) nicht. Sie gelten sobald der Kopf der Puppe die Start-/Wechselzone verlassen hat. Die Startzone gilt von 0 – 5m, die Wechselzone von 23 – 27m, von 50 – 55m und von 73 – 77m.

4 x 50 m Gurtretterstaffel (Medley Relay)

Ablauf
  • Rettungsschwimmer 1: 50 m Freistil
  • Rettungsschwimmer 2: 50 m Freistil mit Flossen
  • Rettungsschwimmer 3: 50 m Freistil mit Gurtretter, anschliessend Rettling
  • Rettungsschwimmer 4: 50 m Freistil mit Flossen, Gurtretter und Abschleppen des Rettlings
Nach dem Startsignal schwimmt der 1. Rettungsschwimmer 50 m Freistil, anschliessend der 2. Rettungsschwimmer 50 m Freistil mit Flossen. Der 3. Rettungsschwimmer legt den Gurtretter über eine Schulter an. Er muss sicherstellen, dass während des Starts kein Teil des Gurtretters in eine benachbarte Bahn ragt. Nach dem Anschlag des 2. Rettungsschwimmers absolviert er 50 m Freistil mit Gurtretter. Der 4. Rettungsschwimmer trägt Flossen und wartet im Wasser mit einer Hand am Beckenrand/Startblock auf den Anschlag des 3. Rettungsschwimmers. Nach dem Anschlag übernimmt er den Gurtretter und legt ihn über eine Schulter an. Der 3. Rettungsschwimmer wird zum Rettling und ergreift innerhalb des 5 m Bereichs mit beiden Händen den Auftriebskörper und hält diese Position. Der 4. Rettungsschwimmer zieht den Rettling mit dem Gurtretter 50 m ins Ziel.
Eine Mithilfe des Rettlings durch Beinbewegung ist erlaubt. Beim Wechsel und bei der Wende darf er sich von der Beckenwand abstossen. Ein ständiger Kontakt zum Gurtretter muss von den Rettungsschwimmern gewährleistet sein.
Die Leine zwischen Gurt und Auftriebskörper darf im Wasser hinter dem 3. Rettungsschwimmer verkürzt oder in voller Länge ausgelegt sein. Bei der Wende/beim Anschlag mit Gurtretter und Rettling reicht der Anschlag des Retters.

4 x 100 m Rettungsleinenstaffel

Ablauf
Die Wettkämpfer stehen am Start mit Rettungsleine und Gurt bereit. Ein Teilnehmer befindet sich als Rettling auf der gegenüberliegenden Seite. Auf das Startkommando schwimmt der erste Teilnehmer mit der Leine 50 m im freien Stil. Nach dem Anschlagen fasst er den dort bereit stehenden Rettling unter den Schultern. Anschliessend ziehen zwei Wettkämpfer der Mannschaft ohne Hilfsmittel mit der Leine Retter und Rettling an den Startort zurück. Nach dem Anschlagen des Retters schwimmt der nächste Teilnehmer mit der Leine gleich wie der vorhergehende, wobei sich ein weiterer Teilnehmer als Rettling auf die Gegenseite begibt. Beim Start und bei den Ablösungen dürfen die Mannschaftskameraden nach dem Anschlagen, respektive dem Startsignal behilflich sein. Im Verlauf der Staffel muss jeder Teilnehmer einmal als Retter (Schwimmer) und einmal als Rettling (Opfer) eingesetzt werden. Die Disziplin wird durch Anschlagen des letzten Retters nach dem Zurückziehen beendet. Verliert ein Retter seinen Rettling vor der 5 m Marke, so kann der Retter wieder zum Rettling zurück schwimmen ohne Ahndung des Verstosses.

Start
Das Berühren der Leine (inkl. Gurt) darf erst nach dem Startsignal erfolgen.

4 x 50 m Hindernisstaffel (Obstacle Relay)

Ablauf
Nach dem Startsignal legen die Rettungsschwimmer nacheinander die Strecke in Freistil zurück und untertauchen die Hindernisse. Jeder Rettungs-schwimmer muss dabei nach seinem Start vor und hinter jedem Hindernis mindestens einmal auftauchen. Überschwimmt ein Rettungsschwimmer ein Hindernis, schwimmt er jedoch wieder zurück und untertaucht es, kann er die Disziplin ohne Ahndung des Verstosses fortsetzen.
Die Hindernisse sind 12.5 m von den Beckenstirnseiten entfernt. Der Abstand zwischen den beiden Hindernissen beträgt 25 m.

4 x 50 m Flossenstaffel

Ablauf
  • Rettungsschwimmer 1: 50 m Flossenschwimmen
  • Rettungsschwimmer 2: 25 m Tauchen mit Flossen, 25 m Flossenschwimmen, Puppenaufnahme
  • Rettungsschwimmer 3: 50 m Schleppen einer Rettungspuppe
  • Rettungsschwimmer 4: 50 m Schleppen einer Rettungspuppe mit Flossen
Nach dem Startsignal absolviert der 1. Rettungsschwimmer 50 m Freistil mit Flossen. Der 2. Rettungsschwimmer taucht mindestens 25 m mit Flossen, legt die restliche Strecke in Freistil zurück und holt die am Bassinboden auf Rücken liegende Rettungspuppe (Fussteil an der Beckenstirnwand) an die Wasseroberfläche. Dabei hat der Kopf der Puppe vor dem 2. Rettungsschwimmer die Wasseroberfläche zu durchstossen. Der 3. Schwimmer wartet im Wasser und hält sich mit mindestens einer Hand am Beckenrand bzw. Startblock fest. Er ergreift die Puppe mit der freien Hand, nachdem ihr Kopf die Wasseroberfläche durchstossen hat. Erst wenn dieser Kontakt besteht, darf er die andere Hand vom Beckenrand lösen und die Puppe 50 m schleppen. Der 4. Schwimmer trägt Flossen und wartet im Wasser mit mindestens einer Hand am Beckenrand bzw. Startblock. Nach dem Anschlag darf er die Puppe ergreifen und die letzte Teilstrecke damit zurücklegen. Schwimmer 3 und 4 schleppen die Puppe gemäss Kriterien für das Abschleppen einer Puppe.

Wechsel
Innerhalb des 5 m-Wechselbereiches (der Kopf der Puppe dient als Orientierung) gelten nicht die Kriterien für das Schleppen einer Puppe. Schwimmer 2 darf Schwimmer 3 beim Wechsel helfen wie auch Schwimmer 3 Schwimmer 4 beim Wechsel helfen darf, solange der Kopf der Puppe die 5 m Markierung nicht durchbrochen hat. Nach dem Wechsel ist die Puppe jeweils spätestens ab der 5 m-Markierung in der korrekten Position zu halten bis zum Anschlag.

4 x 50 m Rettungsstaffel

Aufbau
Auf der 50 m Bahn liegt eine voll mit Wasser gefüllte Puppe auf dem Rücken mit dem Kopf in Schwimmrichtung. Die Mitte des weissen Brustrings liegt auf der 25 m Markierung.
Eine zweite Puppe wird soweit mit Wasser gefüllt, dass sich der obere Rand des Brustrings in Höhe der Wasserlinie befindet und auf der Seite des Wechsels positioniert.

Ablauf
  • Rettungsschwimmer 1: 50 m Freistil
  • Rettungsschwimmer 2: 25 m Freistil und Puppenaufnahme danach 25 m Schleppen der Puppe
  • Rettungsschwimmer 3: Anlegen von Flossen und Gurtretter danach 50 m Flossenschwimmen mit Gurtretter
  • Rettungsschwimmer 4: Übernahme Gurtretter, anbinden der Puppe und 50 m Schleppen der Puppe mit Flossen und Gurtretter
Vor dem Start legt der 3. Rettungsschwimmer innerhalb seiner Bahn Flossen und Gurtretter neben dem Startblock bereit.
Nach dem Startsignal schwimmt der 1. Rettungsschwimmer 50m Freistil. Der 2. Rettungsschwimmer schwimmt 25 m Freistil, nimmt die Puppe auf und taucht mit ihr innerhalb des 5 m Aufnahmebereiches auf (der Kopf der Puppe dient als Orientierung). Anschliessend schleppt er die Puppe gemäss den Kriterien für das Schleppen einer Puppe bis zum Anschlag.
Nach dem Anschlag ergreift der 3. Rettungsschwimmer im Wasser sein Material, zieht die Flossen an und legt den Gurt des Gurtretters über eine Schulter. Anschliessend schwimmt er 50m Freistil mit Flossen und Gurtretter. Die Leine zwischen Gurt und Auftriebskörper darf im Wasser hinter dem Rettungsschwimmer verkürzt oder in voller Länge ausgelegt sein.
Der 4. Rettungsschwimmer trägt Flossen und wartet im Wasser. Mit einer Hand hält er sich am Beckenrand/Startblock fest, mit der anderen Hand wird die Puppe senkrecht mit dem Gesicht zur Beckenwand festgehalten.
Nach dem Anschlag des 3. Rettungsschwimmers übernimmt der 4. Rettungsschwimmer den Gurtretter, zieht ihn über eine Schulter an, legt den Auftriebskörper des Gurtretters unterhalb beider Armstümpfe um die Puppe und klinkt den Gurtretter innerhalb eines 5 m Aufnahmebereiches ein (der Kopf der Puppe dient als Orientierung). Anschliessend zieht er die Puppe im Gurtretter zum Ziel. Dabei muss die Leine des Gurtretters, spätestens wenn der Kopf der Puppe die 10 m Markierung erreicht, in voller Länge ausgelegt sein.
Auf der gesamten Strecke muss die Puppe so im Gurtretter positioniert sein, dass sich ihr Mund oder ihre Nase oberhalb der Wasserlinie befindet. Ein Verrutschen des Gurtretters über einen Armstumpf wird nicht geahndet.
Nach dem Lauf wird das Material durch die Mannschaft wieder an den ursprünglichen Ausgangsort transportiert.

4 x 2 Rettungsballzielwurf

Ablauf
Es wird ab einem Podium in ein für Damen 13 m und Herren 18 m entferntes Ziel geworfen. Der Mannschaft stehen für die Würfe 2 x 2 Minuten zur Verfügung. Während des Unterbruchs können die bereits geworfenen Bälle aus den Zielfeldern entfernt werden. Bewertet wird nach dem Stillstand des Balles. Werden bereits geworfene und gewertete Bälle nachträglich verschoben, werden sie nicht neu gewertet.

Start
Start, Unterbruch, Zweitstart und Ende durch Kommando des entsprechenden Funktionärs.
SLRG Wädenswil 2017-09-25 | Martina Camenzind |
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